Endstation Sopron für entflohenen Häftling. Nach einer Behandlung im Krankenhaus ergriff Gefängnisinsasse die Flucht. Er wurde in Ungarn wieder aufgegriffen.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 10. Juli 2019 (17:49)

Ein Großaufgebot an Polizei prägte am Mittwoch der Vorwoche das Stadtbild. Einem 19-jährigen ungarischen Staatsbürger, der in der Justizanstalt Eisenstadt einsitzt, gelang bei einem Krankenhausbesuch die Flucht.

Der Insasse der Justizanstalt wurde wegen einer Handverletzung im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder ambulant behandelt. Nach der Behandlung ging er in Begleitung eines Justizwachebeamten in Richtung Ausgang. Dort wartete er gemeinsam mit dem Justizwachebeamten, abgeholt zu werden.

„Er nützte einen günstigen Augenblick und flüchtete in Richtung Schlosspark“, heißt es vonseiten der Exekutive. Laut Justizanstaltsleiter-Stellvertreter Klaus Faymann wurden dem Häftling aufgrund seiner Handverletzung keine Handschellen angelegt.

Gute Zusammenarbeit mit Ungarn

Gleich nach der Flucht wurde der Häftling von der Polizei im Schlosspark gesucht. Weil diese erfolglos blieb, wurde die Suche im Schlosspark schließlich abgebrochen und auf den ganzen Bezirk Eisenstadt-Umgebung ausgeweitet. Nachdem es sich bei dem geflohenen Häftling um einen ausländischen Staatsbürger handelte, wurde der Mann über das Schengensystem gemeldet.

Am Abend konnte er in der Nähe seiner Heimatadresse in Sopron entdeckt werden. Die ungarische Polizei nahm den Mann, der wegen eines geringen Eigentumdelikts in Untersuchungshaft saß, fest. Er wurde wieder nach Eisenstadt überstellt.

Laut Landespolizeidirektion gab es einen Hinweis, wonach sich der Häftling ein Taxi genommen hat und in Richtung Sopron gefahren sei. Polizeisprecher Helmut Marban lobte die gute Zusammenarbeit mit den ungarischen Kollegen.