Heimische Immun-Booster

Das muss nicht nur Chia sein, es gibt heimisches „Superfood“, das unbekannt, aber gesund ist und auch gut schmeckt.

Erstellt am 07. März 2021 | 04:34
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Superfood. „Hat auch meinem Mann geschmeckt – obwohl fleischlos“, hat Andrea Michlits-Makkos das Rezept von Diätologin Manuela Korntheuer nachgekocht.
Foto: AMM/BB

Als Superfood gelten alle nährstoffreichen Lebensmittel, welche als besonders förderlich für den Erhalt der Gesundheit und das Wohlbefinden erachtet werden. Die „geheimen Kräfte“ sind dabei Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Ballaststoffe, essenzielle Fettsäuren sowie Aminosäuren. Exotische Superfoods wie Goji-Beeren, Chia-Samen und Spirulina-Algen sind allseits bekannt. Jedoch hat auch unser Land einige Schätze zu bieten, welche in Sachen Nährstoffdichte den Exoten um nichts nachstehen.

Neben „Stars“ wie wie Leinsamen, Heidelbeeren und Aronia sind diese leider in Vergessenheit geraten oder werden sogar als Unkraut bezeichnet. Das Diätologinnen-Team des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder Eisenstadt holt am Tag der gesunden Ernährung am 7. März unbekannte Austro-Superfoods vor den Vorhang.

Portulak, Giersch und Hanfsamen

Portulak kann sogar in kleinsten Betonspalten Wurzeln schlagen. Diese Widerstandsfähigkeit macht sie zu einem Immunbooster. Er enthält neben viel Vitamin C und Omega-3-Fettsäuren auch Mineralstoffe. Dadurch wirkt er antibakteriell, harntreibend und verdauungsunterstützend. Die Blütenknospen können ähnlich wie Kapern genutzt werden und eignen sich daher gut für Salate.

Giersch ist für Gärtner ein Unkraut, doch es ist eine Vitamin C und Magnesium-Bombe, wirkt antibakteriell und krampflösend. Roh erinnert es an Petersilie, gekocht an Spinat.

Hanfsamen haben weder THC noch psychedelische Wirkung, aber umso mehr Proteine und Mineralstoffe. Sie sind gepresst als Öl, geschält im Müsli oder als Mehl wahre Kraftpakete.