Resümee unserer BVZ-Serie zum „Ärztemangel“. Die BVZ hat verschiedene Gesundheits-Experten über den Mangel an Kinder- und Kassenärzten interviewt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 29. Juni 2019 (07:32)
Jungarzt Christian Siess (li.): „Lieber im Team arbeiten.“ Jungärztin Marlies Prünner: „Suche medizinische Herausforderung.“ Fotos: B. Brüder 
B. Brüder 

Bei der BVZ-Reportage über das 35-Jahr-Jubiläum der Kinderstation im Krankenhaus der Barmherzigen Brüder Eisenstadt schlug Primarius Hans Peter Wagentristl Alarm: Es kommen immer weniger Kinderärzte nach ( wir hatten berichtet, siehe hier und unten).

Noch schwerer sei es, niedergelassene Ärzte, also mit Kassenvertrag, zu finden. Die BVZ beschloss, besonders genau nachzufragen.

Teil eins der Serie führte uns zu den Jungärzten, die ihre Skepsis gegenüber einer Niederlassung auf den Punkt brachten: Die Arbeit im Spital habe die Vorzüge, im Team und an den medizinisch spannenden Fällen arbeiten zu können. In der Ordination sei man mit Problemen allein gelassen, medizinisch wie bürokratisch.

Günter Reiter, stellvertretender Direktor der Burgenländischen Gebietskrankenkasse (BGKK), hofft hier auf technologischen Fortschritt - und finanzielle wie organisatorische Anreize. Diese reichten Janine Hendler nicht. Die Gesundheitswissenschafterin hatte unzählige Daten ausgewertet mit dem Ergebnis: Die Honorierung sei extrem ungerecht gegenüber Vertragsärzten und gehöre angeglichen.