Eisenstädter Kolpinghaus nimmt Form an. Die Baustelle in der Joseph-Haydn-Gasse nimmt Form an, bei der Gleichenfeier am vergangenen Dienstag gab es erstmalige Einblicke in dieses besondere Wohnprojekt.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 10. September 2020 (05:07)
So soll das Haus in ein paar Monaten aussehen.
zVg Halbritter; Peter Opitz/Stadtgemeinde Eisenstadt

Am vergangenen Dienstag fand die Gleichenfeier für das neue Kolpinghaus in der Haydn-Gasse statt. Die Neuen Eisenstädter (NE) ersetzten mit den Architekten Halbritter Teile des alten Kolpinghauses und des Nachbarhauses durch ein neues.

Wobei „neu“ relativ ist, der Neubau ist eigentlich ein Altbau: Die typisch burgenländischen Rundbögen blieben erhalten, der wenig ansprechende Aufbau der Sechzigerjahre weicht einem pannonischen Giebeldach mit den markanten roten Schindeln.

Gleichenfeier mit NE-Chef Anton Mittelmeier, Bürgermeister Thomas Steiner, Kolping-Präsidentin Christine Leopold (v.r.). Generalvikar Martin Korpitsch nahm die Segnung vor.
zVg Halbritter; Peter Opitz/Stadtgemeinde Eisenstadt

„Wir haben uns von der historischen Bauweise in der Haydn-Gasse inspirieren lassen“, erklärt Architekt Hans Peter Halbritter der BVZ. Das koste zwar bis zu ein Drittel mehr, als das Haus ganz schleifen und neubauen zu lassen, „das muss es einem in so einer geschichtsträchtigen Lage aber wert sein“. NE-Chef Anton Mittelmeier war da ganz seiner Meinung: „Es ist ein tolles Projekt in einer tollen Lage in einer tollen Stadt“, schwärmte er.

Die Präsidentin von Kolping Österreich, Christine Leopold, betonte die über 150-jährige Tradition des Kolping-Vereins in Eisenstadt: „Damals war das Haus für Jungarbeiter da, heute für Studenten – da erkennt man auch die Veränderung in der Gesellschaft“. Für diese Studenten stehen künftig zwölf Wohnungen bereit, für die NE sieben Wohnungen, ins Erdgeschoss kommt ein Geschäftsbereich.