Müllendorf: Archäologen am Sekt-Areal. Vor dem Bau des neuen Schlumberger-Standortes untersuchen Archäologen das Gebiet.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 20. Januar 2019 (07:13)
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Symbolbild

Auf jenem Areal im Wirtschaftspark Müllendorf, auf dem der neue Produktionsstandort der Sektkellerei Schlumberger errichtet werden soll, fahren erste Bagger ein. Der Grund dafür ist aber nicht der Baubeginn, sondern archäologische Untersuchungen. Landesarchäologe Hannes Herdits und sein Team untersuchen das Gebiet, um im Falle, dass historische Funde zutage gefördert werden, archäologische Sicherungsmaßnahmen durchführen zu können.

Erdarbeiten werden rund zwei Monate dauern

Schlumberger zieht daher die nötigen Erdarbeiten, die sowieso gemacht werden müssen, vor, um die Archäologen zu unterstützen. Für diese Arbeiten braucht es keine Bau- oder gewerberechtliche Genehmigung, heißt es von dem Unternehmen. Die Erdarbeiten werden rund zwei Monate dauern. Sollten Fundstücke auftauchen, sei maximal mit einer Grabungsdauer von fünf Monaten zu rechnen. Die Erdarbeiten werden zu Normalarbeitszeiten durchgeführt. Die Fläche werde geebnet und verdichtet.

Die Sektkellerei, mit der die gesamte Produktion ins Burgenland verlegt wird, soll mit einem Investitionsvolumen von rund 70 Millionen Euro auf dem 122.000 Quadratmeter großen Grundstück im Wirtschaftspark Müllendorf errichtet werden. Die verbaute Fläche wird 33.000 Quadratmeter umfassen, weitere 20.000 Quadratmeter sind als Verkehrsfläche vorgesehen. Der Spatenstich soll im Laufe des Jahres erfolgen, die Eröffnung ist für 2021 geplant.

Der Baubeginn habe sich etwas verzögert: „Wir wollten uns Zeit nehmen, alles genau zu planen und entsprechende Expertisen einzuholen“, so Schlumberger-Vorstand Herbert Jagersberger. Gestartet wird mit 30 Mitarbeitern, bei entsprechendem Wachstum wird sukzessive auf 50 bis 60 ausgeweitet.