Rundfahrtschiffe: Brandursache steht vorläufig fest. Nach den Ermittlungen der Polizei zum Großbrand im Hafen von Mörbisch, bei dem am Montag vier Ausflugsschiffe am Neusiedler See völlig ausgebrannt waren, steht laut einer Aussendung der Polizei vom Freitag nun die Brandursache fest.

Von Redaktion bvz.at. Erstellt am 10. Mai 2019 (11:24)
BVZ, Nina Sorger

Im Zusammenhang mit dem Brand im Hafen von Mörbisch ( wir hatten berichtet, siehe hier ) führten in den vergangenen Tagen Beamten der Brandgruppe des Landeskriminalamtes Burgenland gemeinsam mit sachverständigen Beamten der Kriminaltechnik des Bundeskriminalamtes sowie den zuständigen Bezirksbrandermittlern Untersuchungen durch.

Kurzschluss dürfte zum Brandausbruch geführt haben

Die Ermittlungen gestalteten sich extrem schwierig, da die vier vom Brand betroffenen Schiffe durch thermische Einwirkungen total zerstört worden und teilweise unter Wasser gestanden waren. Der entstandene Schutt musste teilweise durch die Ermittler mühselig händisch entfernt werden, um eventuell vorhandene Brandspuren vorfinden zu können.

"Nach Beurteilung des bisher vorliegenden Untersuchungsergebnisses im Zusammenhang mit den Erkenntnissen der Zeugenvernehmungen kann mit hoher Wahrscheinlichkeit ausgeschlossen werden, dass der Brand fahrlässig oder vorsätzlich herbeigeführt wurde", meldete die Polizei in einer Aussendung.

Demnach sei der Brand "höchstwahrscheinlich durch einen elektrodynamischen Defekt (Kurzschluss an einer Stromleitung) im Bereich der Stromversorgung im Schiffsrumpf ausgebrochen."

Abschließende Ermittlungen und Spurensicherungsarbeiten nach der vollständigen Bergung des Rumpfes werden in den kommenden Tagen in Angriff durchgeführt.

Der Brand der Ausflugsboote hatte am Montagnachmittag einen Großeinsatz ausgelöst. Zehn Feuerwehren mit mehr als 110 Kräften und fünf Feuerwehrboote waren ausgerückt, um die Flammen zu löschen: