Kirtag und Weinsegnung: Eisenstadt feierte Martini. Anlässlich des traditionellen Martini-Kirtages wird seit einigen Jahren auch der neue Stadtwein präsentiert und gesegnet.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 12. November 2019 (13:27)
Stadtwein. Melanie Balaskovics, Dompfarrer Erich Bernhard, Bürgermeister Thomas Steiner, Weinkönigin Tatjana I. und Prinzessin Laura, die Vizebürgermeister Istvan Deli und Lisa Vogl, Stadtwein-Winzer Stefan Kaiser und Kleinhöfleiner Weinbauverein-Obmann Kurt Kaiser.
Stadtgemeinde Eisenstadt

Anlässlich des 1.700-jährigen Jubiläums des Heiligen Martins wurde 2016 ein eigener „EisenStadtWein“ aus der Taufe gehoben ( wir hatten berichtet, siehe unter anderem hier ).

Ziel ist es, den Wein jedes Jahr von einem anderen Weingut der Landeshauptstadt kreieren zu lassen. Nach den Eisenstädter Weingütern (Weingut Esterhazy und Klosterkeller der Barmherzigen Brüder) und den Winzern aus St. Georgen war 2019 der Weinbauverein Kleinhöflein am Zug. Bei der Verkostung setzte sich das Weingut Kaiser Magdalenenhof durch.

Neuer „StadtWein“ präsentiert

„Der Martini-Kirtag ist gelebte und geliebte Tradition am Landesfeiertag. Es freut mich, dass auch heuer wieder so viele Menschen hier sind, um gemeinsam den Heiligen Martin zu feiern“, begrüßte Bürgermeister Thomas Steiner die Gäste, die zu Hunderten der Kälte trotzten ( wir hatten gestern berichtet, siehe hier ).

„Das ist eine große Auszeichnung für unser Familienweingut“, strahlt der Jungwinzer Stefan Kaiser, der erst vor wenigen Jahren das väterliche Weingut übernommen und bereits mehrere Gold-Medaillen geholt hat.

Christian Zechmeister, der neue Prokurist des Österreichischen Weinmarketings und ebenfalls Kleinhöfleiner, war voll des Lobes bei der Weinbeschreibung: „Ein klassischer Welschriesling, strahlendes Strohgelb mit grünen Reflexen, in der Nase sehr fruchtig, hat ein bisschen Kernobstnoten, wie Apfel, reife Birne, und einen Touch Heublume. Das zeigt, dass Welschriesling wirklich reif geerntet wird. Am Gaumen eine schön spritzige Säure mit etwas Limette.“ Besonders freute Zechmeister, dass ihn nach der Verkostung gleich zwei Winzer aus Kleinhöflein angerufen und von dem Wein geschwärmt hatten. „Da erkennt man den Respekt untereinander“, betont er.

Vorbild Martin: Wein für einen guten Zweck

Interessantes Detail am Rande: Eigentlich war der Wein nur für besondere Anlässe gedacht, aufgrund der hohen Nachfrage verwarf die Stadt den Plan aber schnell und gab den Wein bereits im ersten Jahr auch in den freien Verkauf.

Dieser soll den karitativen Zweck des Weins weiter unterstützen (siehe Infobox unterhalb).