A3: Es bleibt laut. Asfinag stützt sich auf rechtliche Grundlagen und fordert eine Beteiligung Dritter bei der Errichtung von Lärmschutz.

Von Doris Fischer. Erstellt am 12. April 2018 (04:24)
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Verkehr. Anrainer entlang der A3 klagen über Lärm und fordern Lärmschutzmaßnahmen. Erst vor Kurzem gab es erneut Gespräche der Bürgerinitiative mit der Asfinag.
Symbolbild: Bilderbox

„Eine Enttäuschung“, fassen Vertreter der Bürgerinitiative Großhöflein die vor Kurzem mit der Asfinag geführten Gespräche bezüglich einer Lärmreduktion entlang der A3 zusammen. Obwohl die Asfinag außer Streit stellt, dass eine Lärmschutzwand in der Höhe von vier Metern dringend erforderlich ist, zeigt sie sich nicht bereit, diese zu finanzieren.

Die Asfinag verweist auf rechtliche Rahmenbedingungen, nach denen sie nicht einmal eine Lärmschutzwand finanzieren und bauen dürfte. An der Finanzierung müssten sich demnach Dritte, sprich Gemeinde oder Land beteiligen. Großhöfleins Bürgermeister Heinz Heidenreich (SPÖ) lehnt eine Beteiligung aus Kostengründen ab.

„Das kann sich die Gemeinde mit ihrem Budget nicht leisten“, wird Heidenreich nicht müde zu betonen. Der Lärm bleibt demnach weiterhin ein Thema in den betroffenen Gemeinden entlang der A3. „Bei Verlängerung der A3 bis zur Staatsgrenze nach Ungarn ist laut Schätzungen der Asfinag mit täglich 54.000 Kraftfahrzeugen, davon 2.850 Schwerfahrzeugen über 3,5 Tonnen zu rechnen“, gibt Eva Ackerl von der Bürgerinitiative Müllendorf zu bedenken.

„Die Errichtung der Lärmschutzwände erfolgt österreichweit einheitlich, also für alle Gemeinden gleich und zu den gleichen Bedingungen. Für diesen Bereich der A3 sind Lärmschutzwände im Ausmaß von einem Kilometer Länge und vier Metern Höhe vorgesehen, mit denen die Lärmbelastung für nahezu alle Anrainer unter den Grenzwert gesenkt werden kann“, so die Asfinag.