Beim 27-Stunden-Spendenlauf einmal quer durchs Land

Der Großhöfleiner Extremsportler Martin Trimmel lief für die mobile Kinderhilfe MOKI durchs ganze Burgenland und legte dabei über 200 Kilometer zurück.

Erstellt am 11. Juni 2021 | 04:47

„Manchmal, da laufe sogar ich nur eine kleine Runde“, erzählt Martin Trimmel. Wie klein für einen Ultraläufer „klein“ ist? Die Antwort hat etwas von Forrest Gump. Trimmels „kleine Runde“ geht zwar nicht von der atlantischen an die pazifische Küste, aber doch von Großhöflein an die Stadtgrenze von Wr. Neustadt. Wozu der Mann noch ein Auto braucht, blieb der BVZ nach dem Interview ein Rätsel.

Seine Ultraläufer-Beine sind jedenfalls nicht nur als Verkehrsmittel trainiert, sondern Trimmel setzt sie auch regelmäßig für einen guten Zweck ein. Meistens für die Mobile Kinderkrankenpflege „MOKI“, aber auch schon für eine kranke Kollegin. Einen Weltrekord wollte er bei einem seiner Charity-Läufe auch gleich mitnehmen, nämlich den im Rückwärtslaufen. Das ist sich knapp nicht ausgegangen. „Eine offene Rechnung“ sei das bis heute, wie Trimmel der BVZ verrät.

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Wieso eigentlich Ultralauf und nicht nur Lauf? „Das ist mir mit den Jahren zu stressig geworden“, gibt Trimmel die überraschende Antwort. Über hundert Kilometer am Stück laufen zu müssen ist für Normalsterbliche ja wohl die Definition von „stressig“. „Nein“, sagt Trimmel ruhig, „ich laufe da einfach meine Kilmeter runter ohne permanent Zeitdruck zu haben. Viele Ultraläufer sind in meiner Altersgruppe.“

Durchs Burgenland für den guten Zweck

Am vergangenen Wochenende war es wieder einmal soweit. Anlässlich dieses 20-jährigen Bestehens von MOKI Burgenland lief der MOKI-Botschafter Martin Trimmel quer durch das Burgenland. Dieser Lauf führte ihn in 27 Stunden mehr als 200 Kilometer weit von Kalch bis nach Kittsee. „Ich wollte durch diese sportliche Höchstleistung zeigen, dass diese Zeiträume und Distanzen eine Kleinigkeit im Vergleich dazu sind, was Familien mit schwer kranken Kindern und Jugendlichen täglich leisten müssen“, erklärte Trimmel später in einer Aussendung.

Die letzten Kilometer wurde Trimmel auch von Promi-Winzer Leo Hillinger, ebenfalls MOKI Burgenland Botschafter, am Fahrrad begleitet. Im Zieleinlauf vor dem MOKI-Büro in Neusiedl wurden Trimmel und Hillinger von dem zuständigen Landesrat Leonhard Schneemann und MOKI-Obfrau Doris Zoder-Spalek empfangen. Der Landesrat dankte Martin Trimmel für seinen Einsatz zugunsten MOKI Burgenland: „Soziale Gerechtigkeit steht im Burgenland im Zentrum unserer politischen Arbeit. Niemand darf im Burgenland zurückgelassen werden“ und sagte weiter: „MOKI Burgenland leistet seit Jahren eine wichtige und unverzichtbare Unterstützung für betroffene Kinder und Familien im Burgenland. Daher danke ich Martin Trimmel sehr herzlich für sein großartiges Engagement für schwer kranke Kinder und Jugendliche im Burgenland.“