Lärmschutz an A3: Wenig Chancen für Einhausung. Der Lärm der Südostautobahn (A3) sorgt seit Jahren für Ärger in der Gemeinde Großhöflein (Bezirk Eisenstadt Umgebung). Eine örtliche Bürgerinitiative wandte sich deswegen per Rechtsanwaltsschreiben an die Asfinag und forderte zwecks Lärmschutz eine Einhausung des Autobahnabschnitts. Der Autobahnbetreiber sieht in seinem Antwortschreiben aber wenige Chancen für eine Realisierung.

Von Redaktion, APA. Erstellt am 06. Februar 2018 (16:47)
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Ausbau. Die A3 soll in Richtung Ungarn ausgebaut werden. Vertreter der Bürgerinitiative Großhöflein befürchten eine Zunahme des Lärms und fordern daher eine Untertunnelung der A3 bei Großhöflein. Symbolbild: Bilderbox
Symbolbild: Bilderbox

Die von der Bürgerinitiative Großhöflein geforderte "Einhausung in Form eines Tunnels in offener Bauweise" sei "mit wirtschaftlich angemessenen Mitteln nicht umsetzbar", teilte Clemens Mayr, Leiter der Konzeptiven Planung bei Asfinag Service, am Dienstag mit. Mayr verwies dabei auf die in der "Dienstanweisung für Lärmschutz an bestehenden Bundesstraßen" festgelegten Wirtschaftlichkeitskriterien. Diese Einhausung wäre daher "größtenteils von Dritten zu finanzieren".

Im Einklang mit den Richtlinien sei jedoch die Errichtung einer einen Kilometer langen und vier Meter hohen Lärmschutzwand möglich. Doch auch hier sei die Mitfinanzierung Dritter, etwa durch das Land oder die Gemeinde, notwendig. Dieser Beitrag würde bei Gesamtkosten von rund 800.000 Euro etwa 126.000 Euro ausmachen. Nichtsdestotrotz sei man weiterhin zu konstruktiven Gesprächen bereit, um eine für alle Beteiligten möglichst zufriedenstellende Lösung zu finden.

Man habe der Asfinag mehrere Terminvorschläge geschickt, erklärte Wolfgang List von der List Rechtsanwalts GmbH, welche die Bürgerinitiative vertritt. Die Aussage der Asfinag bezüglich Wirtschaftlichkeit sah er nicht als Absage. Er zeigte sich zuversichtlich, dass die Asfinag noch von der Notwendigkeit einer Einhausung überzeugt werden könne. Die Lärmschutzwand sei hingegen eine "Minimallösung" und stehe "nicht zur Diskussion".