Steinbrunner Florianis als Helden bei Deponie-Großbrand. Die Mülldeponie „Am Föllig“ brannte. Auslöser dürften laut Umweltdienst Lithiumbatterien und Akkus gewesen sein.

Von Doris Fischer. Erstellt am 02. Juli 2019 (16:02)
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Vorbildlich. Lukas Pavitsich und Andreas Wirth (v.l.) von der Feuerwehr Steinbrunn retteten Kollegen aus Großhöflein das Leben.
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Andreas Wirth und Lukas Pavitsich, zwei Steinbrunner Feuerwehrmänner, sind die Helden des Großbrandes auf der Mülldeponie „Am Föllig“ (wir hatten über den Brand berichtet, siehe unten). Sie retteten einem Großhöfleiner Feuerwehrkameraden das Leben.

„Wir haben gesehen, wie der Feuerwehrmann, der ohne Atemschutz auf einem Container stand, zusammenging. Da haben wir rasch gehandelt“, schildert Andreas Wirth, einer der Lebensretter den Einsatz.

Starke Rauchentwicklung machte den Einsatzkräften schwer zu schaffen. Die Rauchsäule war kilometerweit zu sehen.
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Ohne zu zögern sind er und Lukas Pavitsich zu ihm hin, haben aus Paletten eine Leiter errichtet und schließlich so rasch wie möglich den Floriani aus der Gefahrenzone gebracht. Danach wurden Sanitäter und Ärzte angefordert.

Der Großhöfleiner dürfte eine Rauchgasvergiftung erlitten haben und befindet sich im Krankenhaus. „Die Rettungskette hat sehr gut funktioniert“, lobt Bezirksfeuerwehrpressesprecher Günter Prünner seine Kollegen.

Zu dem Großbrand war es am Sonntag kurz nach Mittag gekommen. Gelagerter Müll dürfte sich laut Feuerwehr selbst entzündet haben und somit den Großbrand ausgelöst haben. Die Feuerwehren waren bis am Montag um 11 Uhr im Einsatz. Zwei Umweltdienstmitarbeiter haben die Brandwache vor Ort übernommen.