Trausdorfer Neo-Gemeinderat als Krippenbauer

Erstellt am 09. Dezember 2022 | 06:07
Lesezeit: 3 Min
Für die SPÖ sitzt Martin Kaufmann erst seit Kurzem im Trausdorfer Gemeinderat, der Krippenbau als „Liebhaberei“ hingegen begleitet ihn bereits seit Jahren. Einige Werke werden nun im Ort ausgestellt.
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Eigentlich sei er in die Leidenschaft zum Krippenbau „quasi hineingestolpert“, erinnert sich Martin Kaufmann im BVZ-Gespräch: „Das ist über meinen guten Freund Wolfgang Hack passiert, er hat schon seit Ewigkeiten diesbezügliche Kurse besucht, da bin ich dann einmal mit und es hat mich sozusagen ,gepackt‘. Das war vor rund sechs oder sieben Jahren. Gerne handwerklich tätig war ich aber schon immer, ich habe bereits als Kind ständig gebastelt.“

Dem Weiterentwickeln der Fertigkeiten in Kursen wurde schließlich aber durch Corona ein Riegel vorgeschoben, seither tüfteln die beiden Männer in einer Werkstatt im Keller an ihren Krippen. Gefertigt würden dabei Modelle unterschiedlichster Art, schildert der 58-Jährige: „Das reicht von italienischen über alpenländische, burgenländische, orientalische bis hin zu modernen Krippen – letztere sind vor allem mein Metier.“ Was nicht aus eigener Hand stamme, seien die Figuren: „Die nehmen wir von diversen Reisen mit. Manche kommen zum Beispiel aus Neapel oder auch aus Spanien.“

„Manchmal entsteht einfach aus einer Wurzel etwas“

Die bisherigen Werke unterscheiden sich laut Kaufmann auch in ihrer Größe: „Es gibt kleine Krippen, an denen wir vielleicht zwei Tage arbeiten aber auch große mit einer Grundplatte von 120 x 60 Zentimetern. Die längste Arbeitsdauer an einer Krippe betrug vier Monate.“

Vorlagen finde man vor allem im Internet – „hier bauen wir aber immer wieder etwas Neues ein“, – Inspirationen wiederum vielerorts: „Manchmal entsteht einfach etwas auch aus einer Wurzel, die ich draußen finde – ich sehe dann bereits alles fix und fertig vor mir.“ Generell sammle er auf Spaziergängen „irrsinnig viel Holz“, so der kaufmännische Angestellte. Das Grundmaterial werde aber zumeist im Baumarkt besorgt. Künftig möchte sich der passionierte Krippenbauer vor allem noch einen besonderen Traum verwirklichen: „Ich habe eine Amethystdruse daheim, die würde ich gerne in einer Grotte einbauen und so eine Krippe gestalten.“

Ein „gutes Dutzend“ an Krippen habe er bisher bereits gebaut, resümiert der SPÖ-Mandatar, bei Wolfgang Hack seien es „sicher schon an die 35“ – manche Werke entstünden auch in Zusammenarbeit. Es handle sich um eine reine Liebhaberei, betont Kaufmann. Im Familien- und Freundeskreis hätten im Laufe der Zeit schon viele Krippen einen Platz gefunden, etliche weitere verwahre er „in einem eigenen Raum im Haus.“

Erste Ausstellung für Werke der Hobby- Künstler

Umso mehr freut es Kaufmann wie auch Hack, einige ihrer Kunstwerke nun öffentlich zeigen zu können: „Das haben wir schon seit zwei Jahren vor, jetzt ist es endlich soweit.“ Kommenden Sonntag, den 11. Dezember, wird im Rahmen des „Trausdorfer Adventzaubers“ im Pfarrgarten eine Krippenausstellung eröffnet.

„Zu sehen sind hier Werke von uns beiden, aber auch von Teilnehmern eines Kurses, den wir heuer in Trausdorf organisiert haben – ein weiterer ist übrigens für nächstes Jahr geplant. Die Krippen werden zuvor alle noch von Pfarrer Odobašić gesegnet“, so Kaufmann. Eine Krippe, die „einem Weinkeller aus Trausdorf nachgebaut ist“, wird zudem für einen guten Zweck versteigert.

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