Ab sofort: Virtuelle Haydnjagd in Eisenstadt

Mit Handy und Tablet kann man künftig im virtuellen Haydnwalk „Jo und der krumme Teufel“ den Diebstahl einer Haydnoper aufklären und die Stadt kennenlernen.

Erstellt am 24. Mai 2019 | 06:13
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Virtuell unterwegs. Die „Haydnwalk“-Entwickler Kurt Korbatits und Carina Lacher mit Tourismus-Geschäftsführerin Margit Sommer und Bürgermeister Thomas Steiner (v.l.).
Foto: Nina Sorger

Anlässlich des 210. Todestages von Joseph Haydn steht das Jahr 2019 unter dem Banner des großen Meisters. Neben kleinen und größeren musikalischen Veranstaltungen und Initiativen gibt es ab sofort auch den sogenannten „Haydnwalk“, die erste virtuelle Schnitzeljagd durch die Landeshauptstadt.

Unter dem Titel „Jo und der krumme Teufel“ kreierten Programmiererin Carina Lacher und Gamedesigner Kurt Korbatits von der auf „Virtual Walks“ spezialisierten Werbeagentur foolscap einen virtuellen Stadtrundgang, in der der Komponist Joseph Haydn höchst selbst eine zentrale Rolle spielt – denn, so will es die Geschichte des Haydn walks – die Noten seiner ersten Oper wurden gestohlen.

Verbrecherjagd mit historischen Infos

Bewaffnet mit Mut, Spürsinn und der Zuhilfenahme eines Tablets, Handys oder Folders begibt man sich auf die Jagd nach dem Dieb von „Jo“ Haydns Noten. Alleine oder in Gruppen kann die Detektivgeschichte unentgeltlich und unabhängig von den Öffnungszeiten der Museen in der Stadt aufgeklärt werden. Der „Virtual Walk“ stellt 13 Verdächtige vor, zwölf davon können bei Beantwortung der gestellten Fragen rund um Joseph Haydn für unschuldig erklärt werden.

„Neben Hinweisen auf den Täter gibt es an jeder Station auch spannende Hintergrundinfos zu Joseph Haydn und der Stadt. Dieses Konzept ist in seiner Art einzigartig und auch noch weiter ausbaubar“, erklärt Entwickler Kurt Korbatits. „Mit dem Haydnwalk bieten wir eine neue Möglichkeit an, die Sehenswürdigkeiten der kleinsten Großstadt der Welt zu erleben. Es ist ein tolles Erlebnis für die ganze Familie und zeigt auf spielerische Art und Weise die Originalschauplätze von Joseph Haydn“, freut sich Bürgermeister Thomas Steiner über das tolle Projekt.

Finanziert und umgesetzt wurde der Haydnwalk in enger Zusammenarbeit zwischen der Stadt, die dafür 15.000 Euro investierte, und dem Tourismusverband Eisenstadt Leithaland.

Handy und Tablet nicht zwingend notwendig

Wer den Haydnwalk machen möchte, kann die virtuelle Schnitzeljagd am Tablet oder Handy auf der Internetseite der Agentur, www.foolscap.at, herunterladen. Auch auf der Internetseite der Stadtgemeinde wird es einen Link zu dem Spiel geben.

Allerdings sind Handy und Tablet nicht zwingend notwendig, um den Dieb von „Jos“ Oper zu überführen. Wer lieber offline auf „Verbrecherjagd“ geht, der erhält die Folder zum Haydn walk unentgeltlich im Büro des Tourismusverbands in der Hauptstraße 21. Die Flyer sind derzeit in deutscher und englischer Sprache erhältlich.

„Die Hintergrundinfos zu den Sehenswürdigkeiten sind im Folder allerdings nicht enthalten – dazu müsste er so dick wie ein Buch sein. Daher gibt es sie nur in der digitalen Version – das tut der Schnitzeljagd aber keinen Abbruch“, scherzt Korbatits.

Die Dauer der Schnitzeljagd beträgt rund eineinhalb Stunden. Wer alle Unschuldigen von der Liste der Verdächtigen streicht und somit alle Fragen richtig beantwortet, erhält zur Belohnung übrigens einen süßen Haydn-Gulden – entweder beim Tourismusverband oder im Stadtrestaurant „Ella Italia“.