„Eisenstadt – einst und heute“, Teil 27: „Fisch-Gassl“. Als ein Fisch-Geschäft in Eisenstadt eröffnete, wurde die Franziskaner-Gasse im Volksmund nur noch als „Fisch-Gassl“ bezeichnet.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 19. Juni 2020 (05:10)
Das frühere Gebäude der Landeshypothekenanstalt beherbergt heute ein Bekleidungsgeschäft.
ZVg

Von der Hauptstraße zur Franziskanerkirche führt die Josef Stanislaus Albach-Gasse, benannt nach dem gleichnamigen Franziskanerpater, geboren 1795 in Pressburg/Bratislava, gestorben 1853 in Eisenstadt. Er war ein namhafter Botaniker und als gebildeter und hervorragender Prediger sehr geschätzt. Früher hieß die Gasse „Franziskanergasse“.

Am Beginn der Gasse war rechts die Landes-Hypothekenanstalt mit einer Trafik und der Werkstatt des Schustermeisters Kurz. Im heutigen Gebäude ist der „s.Oliver-Store“ untergebracht. Links war die weithin bekannte Konditorei Steiner, heute befindet sich dort das Restaurant „Altes Backhaus“.

In der Mitte der Gasse an der linken Seite befand sich das Fischgeschäft der Familie Golosetti, oft „Fischhalle“ genannt. Wegen der Qualität der angebotenen frischen Fische und der fertigen Speisen nannte man die Gasse bald nur mehr „Fisch-Gassel“. Zwischen der Bäckerei Fürst und der Fischhalle Golosetti befand sich die Strickerei Petrak, deren Tochter mit dem Bäcker Fürst verheiratet war.

Frau Petrak besaß schon maschinelle Strickmaschinen, sie stellte aber auch die kugelrunden, stoffüberzogenen Knöpfe her.