Hohensteiner-Prozess - Sechs Jahre Haft. Anfang dieser Woche fand der Raubprozess in Eisenstadt gegen jenen Serben statt, der im November 2005 an der Bluttat beim Juwelier-Hohensteiner-Raub beteiligt gewesen sein soll. Für Richter Rauter ist klar, dass der Serbe unmittelbarer Täter war. Wer geschossen hat, bleibt unklar.

Erstellt am 08. Mai 2012 (12:56)
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Sicherheitsvorkehrungen. Der 27-jährige angeklagte Serbe - links sein Verteidiger Rudolf Mayer - wurde beim Raubprozess in Eisenstadt streng bewacht. Er bekannte sich nur teilweise schuldig: »Meine Aufgabe war, das Fluchtauto bereitzustellen. Dafür bekam ich 3000 Euro.«
NOEN, Gregor Hafner
EISENSTADT / Anfang dieser Woche fand der Raubprozess gegen jenen Serben statt, der im November 2005 an der Bluttat beim Juwelier-Hohensteiner-Raub beteiligt gewesen sein soll. Uhrmacher Bernhard Riedl wurde dabei niedergeschossen und ist bis heute ein Pflegefall.
Die Staatsanwaltschaft klagte den Serben (27), der 2008 in Deutschland nach einer Raubüberfall-Serie auf Juweliere verhaftet und zu sechseinhalb Jahren Haft verurteilt worden war, wegen des Verbrechens in Österreich an. Die beiden Mittäter sind nach wie vor flüchtig. Genauso wie in Eisenstadt jetzt, hatte auch der Prozess in Deutschland unter höchsten Sicherheitsvorkehrungen stattgefunden.

Hohensteiner flehte Riedl an, doch im Geschäft zu bleiben
Der Angeklagte wird nicht nur als extrem gefährlich eingestuft, sondern soll laut Staatsanwaltschaft ein Mitglied einer Bande sein, die europaweit brutal agiert. Ein Befreiungsversuch beim Prozess wurde befürchtet.
Vor Richter Wolfgang Rauter bekannte sich der Angeklagte lediglich schuldig, das Fluchtauto organisiert zu haben, streitet eine Beteiligung am Eisenstädter Überfall jedoch ab. Damals betraten drei Männer das Juweliergeschäft. Einer davon bedrohte Firmenchefin Helga Hohensteiner, die zwei anderen schlugen die Vitrine ein und rafften Uhren im Wert von mehr als 440.000 Euro an sich. Als Riedl den Alarm auslöste, flohen die Täter. Riedl folgte ihnen, ihm wurde rücksichtslos ins Gesicht geschossen. Hohensteiner erzählte vor Gericht, was sie ihm zurief: „Herr Riedl, bitte nicht! Bleiben Sie da! Die sind gefährlich.“ Ihre Tochter schilderte: „Ich sah, wie Herr Riedl mit einem Regenschirm auf den Täter einschlug. Diese Person hat ihn weggestoßen und geschossen.“
Das Gericht verurteilte den Serben zu sechs Jahren Haft wegen schweren Raubes. Klar ist, dass nach dem wahren Schützen weiter gefahndet werden muss.

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Bernd Riedl folgte den drei Räubern......einer von ihnen schoss vor dem Geschäft auf den jungen Uhrmacher und verletzte ihn so schwer, dass er über eine Sonde ernährt werden muss.
NOEN