Oslip: Umbau der Cselley Mühle startet

Die BVZ sprach mit Hausherr Mario Müller über seine Pläne für die Cselley Mühle.

Erstellt am 13. Januar 2022 | 05:59
Lesezeit: 3 Min

Mit dem Jahreswechsel brach für die Cselley Mühle ein neues Zeitalter an. Seit 2022 leiten nun der neue Eigentümer, der ehemalige Familypark-Chef Mario Müller, sowie der Fotograf Lukas Hüller die wohl bekannteste Kulturstätte im Landesnorden.

„Alles neu in 2022“

„Alles neu in 2022“, versprechen Müller und Hüller eine Modernisierung und Umstrukturierung der „Mü“. Viele Punkte sind noch unklar und werden wohl erst im Laufe der nächsten Wochen und Monate Form annehmen. In einigen Punkten hat der neue Eigentümer aber schon recht konkrete Vorstellungen, wie er im Gespräch mit der BVZ verriet. „Wir wollen Sympathisch, nicht abgehoben oder arrogant sein.“

Am Montag starteten die Arbeiten an der historischen Mühle. Bevor die großen Brocken anstehen, steht zuerst einmal „entrümpeln und entkernen“ an, erklärt Mario Müller. Der eigentliche Kern der Mühle, nämlich Kunst und Kultur, soll aber keinesfalls entrümpelt werden. Zu den bekannten zwei „K“s gesellt sich noch ein drittes: die Kulinarik. Für Müller ein wichtiger Punkt, aber „der Schwerpunkt liegt nicht auf der Gastronomie.

Diese kann nur begleiten, es kommt aber auf das Gesamtkonzept an. Das muss einfach stimmig sein“, erklärt der Hausherr im ersten BVZ-Gespräch seit der Übernahme. Neue und traditionelle Kulturevents sollen weiterhin im Mittelpunkt stehen, „Aber natürlich muss auch das Essen passen.“ Das Ziel sei eine „vernünftige Gastronomie, die immer geöffnet hat.“

Große Pläne: „Gehoben, aber nicht abgehoben“

Derzeit ist Müller noch auf der Suche nach dem passenden Team und den „richtigen Leuten“ für seine Pläne. Mit „Spitzenköchen aus der Region“ sei man zwar schon in Gesprächen, aber Müller stellt klar: „Das heißt nicht, dass es unbedingt eine zwei-Hauben-Küch sein muss. Es soll zur Mühle passen: hip, schräg —und gehoben.“ Aber auch die berühmten „Grillereien“ will Müller weiterführen. „Das taugt jedem.“

Für viele besonders wichtig: Die Traditionsevents zu Weihnachten und Ostern, die 90er Partys und andere Klassiker sollen fortbestehen. Generell wolle man alle Gesellschaftsschichten ansprechen. „Von Kinderevents bis Klassik und natürlich auch für die Jugendlichen — die haben in der Gegend ja sonst nix.“ Technik und Qualität soll dabei jedenfalls künftig erhöht werden. „Etwas anders organisiert“ werddn die Events in Zukunft aber schon.

Weniger weit fortgeschritten sind die Pläne für das „Mühlendorf“. Hierbei braucht es noch Umwidmungen, auf dem bereits gewidmeten Areal sollen aber schon sieben Häuser entstehen und die bestehenden Zimmer ausgebaut und saniert werden. „Da lassen wir uns Zeit und wollen nichts überstürzen. Wir sind noch in der Planungsphase.“ Bei baulichen Veränderungen sei die Bevölkerung besonders skeptisch, weshalb man behutsam vorgehen müsse. Mehr Details zum geplanten Umbau will Müller noch nicht preisgeben.

Fix ist dagegen eine Herzensangelegenheit des neuen Eigentümers: die Cselley Mühle bekommt einen Streichelzoo. Im alten Saustall neben dem Hauptgebäude soll zudem ein „Mü-Esel“ einziehen. Damit richtet man sich vor allem an Familien mit Kindern. „Die Kinder wollen Tiere streicheln und füttern, sie brauchen auch eine Abwechslung zu den vielen technischen Geräten“, weiß der Familypark-Gründer. Auch der „Märchenpark“ startete seinerzeit als kleiner Streichelzoo.

Die „CSELLO - Cselley Mühle Oslip“ will jedenfalls auch nach der Umstrukturierung nicht „abgehoben und arrogant“ sein, betont der Hausherr zu Beginn des Umbaus: „Wir wollen sympathisch rüberkommen.“