Urteil: Lebenslang für Geheimprostituierten-Mörder. Wiener, der Geheimprostituierte ermordet, zerstückelt und im See versenkt haben soll, wurde nicht rechtskräftig verurteilt.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 14. Mai 2019 (10:48)
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Ermittlungserfolg. Die „Seeleiche“ vom Neusiedler See sorgte für großes Medieninteresse. Polizei und Staatsanwaltschaft standen Rede und Antwort.

Der 64-jährige Wiener, der im April des Vorjahres eine gebürtige Ungarin getötet, zerstückelt und in den Neusiedler See versenkt hat, wurde vor Kurzem in Wien nicht rechtskräftig zu lebenslanger Haft sowie Unterbringung in eine Anstalt für geistig abnorme Straftäter verurteilt ( wir hatten bereits berichtet, siehe hier ).

Der Angeklagte hatte sich schuldig bekannt, die ungarische Geheimprostituierte in Wien getötet zu haben. Nach der Tötung habe er sein Opfer mit einer Säge und einem Messer in der Badewanne zerstückelt. Mit den Leichenteilen fuhr er dann in die Ruster Bucht, wo er eine Seehütte geerbt hatte, und versenkte die Leichenteile. Ein Torso wurde damals entdeckt. Mit Leichenspürhunden waren die Einsatzkräfte am See unterwegs, um weitere Leichenteile zu finden.

Bei der Verhandlung ging die Staatsanwältin ausführlich auf die zahlreichen Vorstrafen des Angeklagten ein und betonte sein brutales, sadistisches Vorgehen bei dessen Sexualdelikten. Ob das Opfer tatsächlich durch Erwürgen ums Leben gekommen ist, konnte von der medizinischen Sachverständigerin Elisabeth Friedrich nicht gesagt werden. Entsprechende Körperteile wurden nicht gefunden. Der Schuldspruch der Geschworenen war einstimmig. Der Beschuldigte legte Berufung gegen die Strafhöhe ein.