Esterhazy-Plan in Trausdorf: See mit bis zu 250 Häusern. Ein dritter See könnte hinter dem Meierhof entstehen. Gemeinde will Fragenkatalog vorlegen. Verhandelt wird im Februar.

Von Doris Fischer. Erstellt am 23. Januar 2019 (06:03)
BVZ
Zusätzliches Angebot. An der Ortseinfahrt von Trausdorf könnte in nächster Zeit eine weitere Feriensiedlung mit See entstehen – ein weiterer See zu dem bestehenden in der Seestraße. Foto: BVZ

Geht es nach Esterhazy, soll auf dem Areal zwischen Weingut, Sportplatz und Kreisverkehr eine neue Feriensiedlung mit einem dritten See entstehen (die BVZ berichtete, siehe hier und unten). Gespräche zwischen Esterhazy und Gemeinde laufen schon seit Längerem.

Bedenken: „Trausdorfer werden sich dort sicher nicht ansiedeln“

„Im Gespräch sind momentan 200 bis 250 Seeparzellen in Sportplatznähe, ein See zum Baden und ein Wasseraustauschsee“, lässt Bürgermeister Viktor Hergovich (SPÖ) wissen. Das gesamte Projekt stößt nicht nur bei ihm auf wenig Gegenliebe. Auch die Trausdorfer Bevölkerung hegt so seine Zweifel. „Neben den beiden bereits bestehenden Seen soll nun eine weitere Seesiedlung mit vorwiegend Wiener Zuzug entstehen. Trausdorfer findet man dann bei uns nur mehr wenige“, kritisiert ein Anrainer.

Und auch Bürgermeister Hergovich äußerte diesbezüglich schon vor Längerem seine Bedenken: „Trausdorfer werden sich dort sicher nicht ansiedeln. Wir haben schon jetzt zwei Feriensiedlungen.“ Und auch einen dritten See braucht Trausdorf demnach nicht wirklich.

Fix ist noch nichts, heißt es vonseiten Esterhazys. „Wir sind in der Planungsphase. Es finden laufend Gespräche mit der Gemeinde statt“, heißt es von Esterhazy. Das nächste Gespräch findet am 6. Feber statt.

„Da werden wir einen zweiseitigen Fragenkatalog vorlegen, wo wir unsere Wünsche und Bedenken äußern“, so Hergovich. Eine zentrale Frage wird die Zufahrt sein. „Diese kann nicht über die Seestraße führen. Dort ist der Verkehr jetzt schon sehr stark“, merkt Bürgermeister Hergovich an. Die Seestraße würde, laut Bürgermeister, kein weiteres Verkehrsaufkommen mehr verkraften.