Musikverein St. Margarethen ist schon 70 Jahre im Takt. 1948 gründete Robert Lackner jene Jugendkapelle, die heute als Musikverein St. Margarethen so manche Stückerl spielt.

Von Nina Sorger. Erstellt am 08. September 2018 (07:18)
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Festakt. Die Abgeordneten Thomas Steiner und Robert Hergovich, Obmann Jörn Eberherr, Ortschef Edi Scheuhammer, Maria Waha, Kapellmeister Hans Kugler, Klubobmann Géza Molnár, Pfarrer Richard Geier, Blasmusik-Obmann Alois Loidl.
BVZ

Mit einem zweitägigen Fest feierte der Musikverein St. Margarethen am vergangenen Wochenende sein 70-jähriges Bestehen und nahm sich auch Zeit für einen Blick zurück. Denn die Gründung fiel in die schwierige Nachkriegszeit.

Offizielle Gründung im Jahr 1948

1947 rief Robert Lackner eine neue Jugendkapelle ins Leben. Für die Ausbildung der jungen Musiker konnte er Georg Kugler gewinnen, der, soeben aus der Kriegsgefangenschaft zurückgekehrt, sich mit viel Enthusiasmus in die Arbeit stürzte. Die musiktheoretischen Grundlagen hatte er sich bereits 1945 im Lazarett bei einem deutschen Musikprofessor angeeignet.

Die benötigten Noten und die zum Teil schwerbeschädigten Instrumente wurden aus den Restbeständen ehemaliger Kapellen übernommen, und 1947 besuchten bereits 15 junge Burschen mit großer Begeisterung die Proben. Um die Qualität weiter zu heben, wurden neue Instrumente in Wien im Tausch gegen Naturalien beschafft.

Die offizielle Gründung der „Katholischen Jugendkapelle“ erfolgte schließlich 1948. Geprobt wurde in weiterer Folge – nach der Auflösung der Feuerwehrkapelle – im Mannschaftsraum des Feuerwehrhauses.

Zum 70er ein neues Musikheim

1968 begann man – in Eigenregie – mit dem Bau des ersten Musikvereinshauses, das 1970 eröffnet wurde. Vier Jahre später verstärkten die ersten Frauen die Kapelle. Rechtzeitig zum 40-Jahr-Jubiläum konnte 1988 die Musikhalle eröffnet werden.

Sein Geschenk zum 70er machte sich der Musikverein St. Margarethen, wie die Kapelle seit 1968 heißt, bereits im Vorjahr: Fleißig wurde unter Obmann Jörn Eberherr für den Um- und Ausbau des Musikheimes gesammelt, das 2017 als moderner Probe- und Veranstaltungsraum seiner Bestimmung übergeben wurde.