Purbach

Erstellt am 10. Oktober 2018, 04:26

von Sigrid Janisch

Vorläufige Bausperre im Purbacher Ortszentrum. Zweijährige Bausperre für Keller rund um den Kellerplatz wurde beschlossen. Ortsentwicklungskonzept soll erstellt werden.

Symbolbild  |  Höberth

Vergangene Woche behandelte der Gemeinderat in Purbach unter anderem eine Bausperre im Zentrum der Stadt sowie die Erneuerung der Straßenbeleuchtung. Die Bausperre betrifft die alten Weinkeller am Kellerplatz, in der Keller- und Fellnergasse. Auf den Kellern dürfen keine Wohnhäuser oder Aufbauten errichtet werden. Bestehende „Aufbauten“ sind ausgenommen.

Hintergrund war ein Antrag auf Errichtung eines Wohnhauses hinter einem Weinkeller. Die Überprüfung hat laut Gemeinde gezeigt, dass es einen Gemeinderatsbeschluss aus dem Jahr 1962 gibt, laut dem in dem Bereich nicht gebaut werden darf.

Daraufhin habe man bemerkt, dass vieles in Bezug auf die städtische Bauordnung überdacht gehört, so Bürgermeister Richard Hermann (ÖVP): „Daher wurde im Stadtrat angesprochen, eine Ausschreibung für ein Ortsentwicklungskonzept zu machen.“ Um Zeit dafür zu haben, soll es die zweijährige Bausperre, die um maximal ein Jahr verlängert werden kann, gelten.

Bauverbot seit Jahrzehnten

Stadtrat Harald Neumayer (SPÖ) will noch weiter gehen: „Ich würde hier noch zwei Grundstücke mitreinnehmen, bei denen der Eigentümer bereits Balkone bauen wollte, bevor er hier hässliche Bauten errichten kann.“

Hermann dazu: „In diesem Bereich darf sowieso nicht gebaut werden, bis hier ein Rückhaltebecken errichtet ist. Außerdem besteht bei den Weinkellern seit Jahrzehnten ein Bauverbot. Ich finde es gesetzlich bedenklich, hier willkürlich Grundstücke, die nicht in den angeführten Gassen sind, in die Bausperre reinzunehmen.“ Der Beschluss erfolgte mehrheitlich durch ÖVP und FPÖ. Die SPÖ enthielt sich.

Einstimmig war der Beschluss zur Erneuerung der Straßenbeleuchtung in der Andreas Grein-, Anna-, Nikolaus- und Martingasse. Den Auftrag erhielt als Billigstbieter die Firma Elek tro Gmeiner, mit einem Auftragsvolumen von 18.120 Euro.