Kino in Eisenstadt: Alle wollen eins

Alle vier Parteien dafür, dass sich in Eisenstadt ein Kino ansiedelt. In der Fußgängerzone ist nun Bettel- und Alkverbot.

Nina Sorger
Nina Sorger Erstellt am 25. Mai 2016 | 05:24
Dieser Artikel ist älter als ein Jahr
440_0008_6586672_eis21wmgemeinderat.jpg
Foto: NOEN, Müllner
Über 34 Tagesordnungspunkte hatten die Eisenstädter Gemeinderäte am Montagabend in ihrer Sitzung zu beraten. Zwei davon behandelten das Thema Kino.

Sowohl SPÖ als auch ÖVP hatte einen Antrag eingebracht, dass man Sorge tragen möge, in Eisenstadt ein Kino anzusiedeln, und dafür auch Förderungen oder Ähnliches in Aussicht stellen könne. Die SPÖ zog zu Beginn der Sitzung ihren Antrag formal zurück, um es zu keinen parteipolitischen Reibereien um das Thema kommen zu lassen. Vize Günter Kovacs (SPÖ): „Wir wollen gemeinsam ein Zeichen setzen: Wir wollen ein Kino!“ Die Anträge wurden – trotz langer Bemühungen aller Beteiligten – nicht einstimmig beschlossen, aber jede Partei sprach sich für ein Kino aus.

Anzeige
440_0008_6585420_eis21wmkino.png
Vize Günter Kovacs (r.) präsentierte mit seinem Team die gesammelten Unterschriften fürs Kino.
NOEN, BVZ



„Ich habe in den letzten beiden Jahren intensive Gespräche mit Investoren und Betreibern zur Ansiedlung eines Kinos in Eisenstadt geführt. Um die Verhandlungen weiterführen zu können, war der Beschluss besonders wichtig“, so Bürgermeister Thomas Steiner (ÖVP).

Alk nur mehr in Gastro und bei Festen erlaubt

Um der Bettelei in der Fußgängerzone Einhalt zu gebieten, wurde ein Bettelverbot erlassen ( BVZ.at berichtete ). Beschlossen wurde der Punkt mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ. SPÖ-Vize Kovacs dazu: „Wir werden diesem Punkt, der das Grundrecht, jemanden um etwas zu bitten, aushebelt, nicht zustimmen.“

Da sich in der Fuzo Gruppen aufhalten, die unmäßig Alkohol konsumieren, wurde für die Fuzo und Nebenstraßen ein Alkverbot erlassen. Vonseiten der Grünen kam der Vorschlag, statt zu strafen, diese Menschen durch die Sozialabteilung zu betreuen.

Geza Molnar (FPÖ) sieht das anders: „Es ist ein Zustand erreicht, der nicht hingenommen werden kann.“