Teppich als "Zeitmaschine" in Eisenstadt . Auf zwei je acht Meter langen Teppichen kann man im Bischofshof der Geschichte der Kirche im Burgenland „nachgehen“.

Von BVZ Redaktion. Erstellt am 09. Oktober 2019 (04:11)
zVg
Sekretär Dominik Orieschnig, Bischof Ägidius Zsifkovics, Martin Helge Hrasko, Generalvikar Martin Korpitsch, Diözesanarchivar Bernhard Weinhäusel, Ernst Heissenberger und Anna Mattes.  

 „Es gibt ihn wirklich, den sagenumwobenen fliegenden Teppich, und er befindet sich im Eisenstädter Bischofshof“, scherzt die Diözese in einer Aussendung.

Doch Spaß bei Seite: Genauer gesagt sind es zwei Teppiche, und aus Sicherheitsgründen liegen sie rutschfest in den Foyers im Erdgeschoss und ersten Obergeschoss der burgenländischen Kirchenzentrale. Mit seiner Stickerei ist der Teppich eine Replik an 21 Jahrhunderte Kirchengeschichte im pannonischen Raum und sechzig Jahre Geschichte der Diözese Eisenstadt.

„Es gibt ihn wirklich, den sagenumwobenen fliegenden Teppich, und er befindet sich im Eisenstädter Bischofshof“

Anlässlich des neunten Jahrestages der Weihe von Bischof Ägidius Zsifkovits wurden dem völlig überraschten Eisenstädter Bischof die beiden je acht Meter langen Teppichbahnen im Beisein vieler Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter am ersten Oktober im Bischofshof überreicht. „Erfunden“ hat den fliegenden Geschichtsteppich Bernhard Weinhäusel. Obwohl er kein Teppichknüpfer ist, sondern Archivar der Diözese Eisenstadt, ist ihm die Kunst des verknüpfenden Erzählens geschichtlicher Inhalte ein großes Anliegen. Angelehnt hat Weinhäusel sich mit seinen Erzählteppichen „an die bunt gestalteten Fußböden in den Papstkirchen Roms oder zum Beispiel auch den ‚Walk of Fame‘ in Hollywood“.

Bischof Zsifkovics zeigte sich überrascht und erfreut, der oberste Geistliche des Landes ließ es sich nicht nehmen, als erster die Stationen der beiden Teppiche abzuschreiten. „Ich lade alle geschichtsinteressierten Burgenländer ein, auf diesem Teppich durch die Jahrhunderte zu fliegen“, so Zsifkovits erfreut.