Ausbau für Spielplatz und „Wakeground“

Erstellt am 18. März 2022 | 04:40
Lesezeit: 4 Min
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Vom Fischteich zur Oase für Groß und Klein. Gerald Maurer hat den „Wakeground“ 2017 gegründet.
Foto: www.stef-art.com
Klingenbach beschloss eine Änderung des Digitalen Flächenwidmungsplanes, – es geht um neue Bauplätze und Unterkünfte am „Wakeground“.
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Es war eine klare Sache in der vor Kurzem abgehaltenen jüngsten Gemeinderatssitzung: Der Beschluss zur vierten Änderung des Digitalen Flächenwidmungsplans der Ortschaft fiel einstimmig.

Konkret geht es dabei zum einen um eine Umwidmung in Baugrundstücke im Bereich der Siedlungsgasse, – „zehn bis elf Bauplätze“ sollen somit hier geschaffen werden, wie Bürgermeister Richard Frank (SPÖ) betont: „Seitens des Umweltanwalts gab es gewisse Bedenken hinsichtlich des Sichtschutzes. Im sogenannten ,prominenten Wohngebiet‘ werde ein Grüngürtel davor verlangt, hieß es, dafür haben wir mittlerweile auch einen Acker erworben.“

Die neuen Baugründe sollen jeweils eine Größe von rund 750 Quadratmetern aufweisen. Genaue Vergaberichtlinien müssten erst festgelegt werden, dem Ortschef schwebt aber auf jeden Fall leistbares Wohnen vor allem für junge Familien vor: „Die Grundstückspreise klettern bei uns zum Teil schon auf bis zu 120 Euro pro Quadratmeter. Wir möchten die neuen Bauplätze letztendlich dann um rund 75 Euro pro Quadratmeter verkaufen.“

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Bei den Jüngsten überaus beliebt. Ein Piratenschiff wie dieses soll im Sommer auch auf dem Klingenbacher Spielplatz zu finden sein.
Foto: Gemeinde Klingenbach

Zweiter „Profiteur“ des Gemeinderatsbeschlusses für eine Änderung des Digitalen Flächenwidmungsplans soll die Wakeboardanlage am Ortsrand von Klingenbach sein. „Damit soll hier sozusagen die Basis für die geplante Errichtung von Gästehäusern gelegt werden“, führt Frank aus. Nachsatz: „Das alles fließt jetzt noch in den Raumplanungsbeirat ein und muss also noch vom Land bewilligt werden.“

„Angebot wird besser und besser angenommen“

Wie berichtet, möchte Gerald Maurer, Betreiber der Anlage, die übrigens kommendes Wochenende in die neue Saison startet, hier „zehn kleine Bungalows“ errichten, um Übernachtungsmöglichkeiten vor allem für Schulsportwochen, aber auch für seine Feriencamps anbieten zu können.

„Die Möglichkeit, dass sich Kinder bei uns in der freien Natur sportlich betätigen können, wird besser und besser angenommen. Wir waren in dieser Hinsicht bisher generell sogar eher Corona-Gewinner als Verlierer. Eltern sind gerade bei den beliebten Sommercamps immer wieder an uns herangetreten, es sei aus beruflicher Sicht für sie oft schwierig, die Kinder abzuholen, ob es nicht andere Möglichkeiten gebe“, schildert Österreichs erster Wakeboard-Weltmeister.

Die Anlage selbst besteht seit mittlerweile fünf Jahren und umfasst rund 32.000 Quadratmeter. Der künstlich angelegte See besteht aus zwei sogenannten Loric Gatewake-Anlagen mit einer Höhe von neun Metern. Zudem wurde auch ein eigener Badeteich angelegt.

Neue Spielplatzattraktion: „Piratenschiff“

Den im Vorjahr erweiterten Kinderspielplatz der kroatischsprachigen Ortschaft soll voraussichtlich noch ab dem heurigen Sommer eine neue Attraktion bereichern. „Vom Gemeindevorstand ,abgesegnet‘, wurde das bereits budgetierte Spielgerät nun auch schon bestellt. Es handelt sich dabei um ein Piratenschiff mit einer Länge von etwa zehn und einer Breite von sieben Metern. Aufgrund der derzeit herrschenden Knappheit an Rohstoffen und der Lieferengpässe mussten wir jetzt tätig werden, damit das Schiff dann hoffentlich bis etwa Juli bei uns ist und auf dem Spielplatz aufgestellt werden kann“, schildert Frank. Die Kosten belaufen sich auf rund 30.000 Euro.

Ebenfalls seitens des Gemeindevorstands in Auftrag gegeben wurde eine neue Straßenbeleuchtung in der Getreidegasse. Kostenpunkt: rund 20.000 Euro.

Langsam ernst wird es auch mit der geplanten Freilaufzone für Hunde. Realisiert werden soll diese im „hinteren Teil des Gemeindegartens“ auf einer Fläche von 60 x 25 Metern. Der Bereich soll nun mit einem Maschendrahtzaun eingezäunt werden, die Kosten dafür belaufen sich auf etwas mehr als 12.000 Euro. Zudem würden „alte Bäume, die bereits abgestorben sind, abgeschnitten“, so der Bürgermeister: „Geplant ist, diese durch Obstbäume alter Sorten zu ersetzen.“

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