Die Toten mahnen uns

Erstellt am 04. November 2021 | 03:19
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Zu Allerheiligen nicht nur an Vergangenheit denken.

Nachdem sich Advent und Weihnachten leider von der „stillen“ in die hektischste Zeit des Jahres entwickelt haben, haben irgendwie Allerheiligen und Allerseelen deren Platz eingenommen. Endlich Zeit, um in sich zu gehen. Endlich Zeit, um einmal der Verstorbenen zu gedenken. Steht man vor frischen Gräbern, so ist auch der Schmerz noch frisch. Das viele Leiden und sinnlose Sterben, das der Soldatenfriedhof am Oberberg, das Kriegerdenkmal bei der Magdalenenkapelle, die Mahnmale an der Synagoge am Unterberg oder vor dem Landhaus symbolisieren – das liegt in der zeitlich und emotionalen Ferne.

Das Bundesheer wollte beim Allerseelengedenken diese Zeit wieder präsenter machen und gedachte vor der Kriegerkapelle der Gefallenen bei der Landnahme des Burgenlands 1921. Darin steckt auch die Lehre von Allerseelen: Seien wir glücklich mit dem, was wir haben – es kann so schnell wieder weg sein.