Gemeinsam statt einsam regieren. Nina Sorger über Gemeinderatsarbeit ohne Mehrheit

Von Nina Sorger. Erstellt am 01. November 2017 (05:47)

In der Stichwahl am Sonntag gab es in drei Gemeinden im Bezirk einen farblichen Wechsel: Ernst Edelmann ist nach 31 Jahren erster SPÖ-Bürgermeister von Wimpassing. Markus Binder hat in Mörbisch das Bürgermeisteramt nach 25 Jahren SPÖ-Regierung zur ÖVP geholt, und in Steinbrunn gelang es dem ÖVP-Kandidaten Thomas Kittelmann, den Ortschefsessel zu erklimmen. Ihnen gebührt – ebenso wie jenen Bürgermeistern, die bereits im Amt sind – Respekt. Die Notwendigkeiten und Lasten einer Gemeinde zu tragen und sie weiterzubringen, ist keine leichte Aufgabe, die immer weniger übernehmen wollen. Jene drei Bürgermeister, die ihre Gemeinden „gedreht“ haben, stehen hier vor einer zusätzlichen Herausforderung: Sie alle haben mit ihren Parteien keine absolute Mehrheit im jeweiligen Gemeinderat. Einfach zu bestimmen, was gemacht wird, wird also nicht funktionieren. Hier müssen die Bürgermeister also Überzeugungsarbeit leisten und alle Fraktionen verstärkt das tun, wofür sie in den Gemeinderat gewählt wurden: Miteinander reden und Lösungen suchen – gemeinsam arbeiten für die Bevölkerung und nicht für die Partei.