Akute Gesundheit im Wahlkampf

Werner Müllner über eine Ordination im Spital.

Nina Sorger
Nina Sorger Erstellt am 26. April 2017 | 05:11
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In keiner Gemeinde des Bezirks kann ein Stein umgedreht werden, ohne dass dieses Ereignis für den Gemeinderatswahlkampf genutzt wird. Jene, die den Stein umdrehten, jubeln über die Innovation, die anderen hingegen erklären, dass der Stein nun im Weg liegt.

Oft scheint es sogar, dass sich der eine oder andere darüber freut, wenn ein Projekt in der Gemeinde nicht realisiert werden kann, denn da ist ja dann „der andere schuld“. Oder man denkt, den einen oder anderen dabei zu sehen, wie er sich in Fäustchen lacht, wenn wieder ein Geschäft zusperrt, denn auch dann ist „der andere schuld“, dass in der Gemeinde „alles so schlecht ist“.

Parteien braucht man hier nicht zu nennen, das Spiel läuft da und dort gleich. Dieser Tage wurde vonseiten der SPÖ die Idee einer Akutordination für Eisenstadt präsentiert. Wenn dieses Projekt umgesetzt wird, wäre das ein großer Schritt für die Gesundheitsversorgung des Bezirks. Hoffentlich gibt es hier ein politisches Happy End. Denn es wird sich wohl niemand finden, der eine neue Serviceeinrichtung für die Gesundheit der Bürger zwecks Wahlkampf blockieren wird.