Arbeitsplätze sind kein Freilos. Über die Bodenversiegelung durch Business-“Parks“.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 26. August 2021 (03:13)

„Wie in der Toskana!“ Das ist die übliche Reaktion von Touristen, die die A3 in Müllendorf abfahren um nach Eisenstadt zu kommen. Demnächst werden diese Touristen von einer weiteren riesigen Lagerhalle empfangen (siehe Seite 31). „Wie in Bukarest!“, hat wohl noch nie ein Tourist gesagt, der wiedergekommen ist. Dass diese Touristen unserer Region wesentlich mehr Arbeitsplätze und Wertschöpfung bringen, als eine Lagerhalle – dazu braucht man kein Wirtschaftsexperte zu sein. Diese Wirtschaftsexperten sagen übrigens, dass in der Logistikbranche künftig fast ausschließlich Roboter arbeiten, also auch die wenigen heute in Müllendorf geschaffenen Arbeitsplätze, sind morgen wieder weg. Die zerstörte Umwelt und touristische Wertschöpfung aber bleibt.

Dazu kommt das Streitthema CO2. Richtig bepflanzte Äcker wandeln CO2 in Sauerstoff um, in Lagerhallen wird CO2 produziert. Dafür wird sich die Politik, die das ermöglicht hat, spätestens dann rechtfertigen müssen, wenn wir Verbraucher oder Pendler für unseren CO2-Ausstoß besteuert werden (und das wird kommen!).

Regionale und Bio-Lebensmittel wachsen außerdem auch lieber auf Äckern statt auf Betonböden.