Beidseitige Gemeindepolitik. Über kommunales Yin und Yang.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 18. Dezember 2019 (04:41)

Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. Das Problem bei diesem Sprichwort scheint nur allzuoft das Denken zu sein. Bei vielen Dingen des Gemeindelebens wird, so scheint es oft, nur an den ersten Schritt gedacht und, so lange der halbwegs klappt, der zweite vergessen.
Zuzug zum Beispiel. Der bringt eben nur wirklich Geld, wenn man in eine bessere Kategorie bei den Bedarfszuweisungen des Bundes zu liegen kommt. Wenn nicht, wird er für die Gemeinde schnell teuer. Etwa, wenn neue Kindergärten, Straßen, Kanäle gebaut werden müssen.
Oder wenn ein Supermarkt in die Gemeinde einzieht. Klingt toll. Und plötzlich sperrt der letzte verbliebene Bäcker oder Fleischer im Ort zu.
Oder neue, schnellere Straßen. Die fünf Minuten Ersparnis beim Pendeln bezahlt man schnell mit einer Lärmbelästigung am absoluten Grenzwert.
Natürlich hat jede Medaille zwei Seiten. Aber die Information oder zumindest Überlegung, was sich auf der Rückseite befindet, das schulden uns verantwortungsbewusste Politiker eben schon.

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