Bürgermeister sein ist schwer

Erstellt am 06. Dezember 2017 | 04:46
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Werner Müllner über Anlaufschwierigkeiten in Gemeindestuben.

„Bürgermeister werden ist nicht schwer, Bürgermeister sein dagegen sehr…“ – stimmt, das Sprichwort gibt es so in dieser Form nicht. Vom Inhalt her birgt es aber durchaus einen Funken Wahrheit. Nach der Gemeinderatswahl im Oktober beginnt nun das Tagesgeschäft. Und dieses ist oft schwieriger, als es sich der eine oder andere neue Bürgermeister vorgestellt hat.

Zwei Beispiele: In Mörbisch verzichtet die ÖVP mit dem neuen Bürgermeister Markus Binder auf einen Gemeindevorstand und wählte wohl aus taktischen Gründen einen FPÖ-Vertreter. Die SPÖ läuft dagegen Sturm. Bis es eine rechtsgültige Entscheidung gibt, wird wohl kein Schnee mehr liegen.

Apropos Schnee: Hornsteins neuer Bürgermeister Christoph Wolf (ÖVP) hat aus Kostengründen, und um die Gemeindearbeiter zu entlasten, den Winterdienst privatisiert. Gute Idee, nur leider ist sie ins Wasser, besser gesagt in den Schnee, gefallen: Der private Räumdienst fuhr nur verhalten los. Klar, das sind Anlaufschwierigkeiten. Aber warum das dem einen oder anderen Amtsvorgänger nicht gelungen ist, verstehen die neuen Bürgermeister nun sicher besser.