Darf‘s ein bisserl weniger sein?. Über Regeln gegen den Plakatewald.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 11. Dezember 2019 (05:19)

Stell dir vor, es sind Wahlen, und keiner plakatiert.

Es gab einmal ein Experiment einer Partei in Deutschland, die bewusst auf Plakatwerbung verzichtet hat und eine üble Wahlniederlage einstecken musste.

Gut, das war vor Jahrzehnten, heute sind die plakatierten Slogans weitgehend austauschbar, die Bildsprache ähnlich und Inhalte sowieso „unmodisch“.

Was Plakate aber machen, ist den Verkehr teilweise unsicherer (siehe Seite 14) und das Ortsbild auch nicht wirklich schöner.

In vielen europäischen Ländern sind daher die Orte, wo plakatiert werden darf, streng definiert. Dort hängen dann meist alle Parteien ihre Plakate auf, was die Vergleichbarkeit (oder eben Ersetzbarkeit) deutlich erhöht.

Statt viel Geld, Zeit und Wegwerf-Materialien in Plakatwerbung zu investieren, sollten Parteien mit ihre Ressourcen so einsetzen, dass es den Wählern wirklich etwas bringt.
In Taten zum Beispiel. Oder in den Dialog mit dem Wähler. Miteinander-Reden sollte in Wahlkampfzeiten nämlich dringend in Mode kommen.

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