Der zweite Blick lohnt

Über den Supermarkt und den Greißler.

Erstellt am 08. April 2021 | 03:45

Auf den ersten Blick ist es für eine Gemeinde ein Segen, wenn sich eine große Supermarkt-Kette hier niederlassen will. In Großhöflein etwa, wie auf Seite 18 zu lesen ist. Es warten Kommunalsteuern auf die Gemeindekassa und die Einwohner müssen nicht mehr in die Stadt fahren für ihre Einkäufe.

Aber: Wie groß ist der Service für die Müllendorfer und Großhöfleiner, wenn beide erst recht mit dem Auto zum neuen Spar fahren müssen, der demnächst beim Kreisverkehr zwischen den beiden Gemeinden gebaut wird?

Und: Profitiert wirklich die ganze Gemeinde davon? Das ist eine Frage des Sortiments. Eine Ortschaft weiter, in Kleinhöflein, sucht man beim dortigen Spar die Weine, den Kaffee und das Gebäck, wofür Winzerdorf eigentlich bis Wien bekannt ist, vergeblich. Stattdessen gibt‘s Importware.

Insgesamt: Man muss bei den Lebensmittelgroßkonzernen eben aufpassen, ob man sich einen Freund oder einen Konkurrenten in die Gemeinde holt.

Zum Vergleich: Beim neuen Regionalladen in Oslip weiß man, was man bekommt. Und das im Dorfzentrum. Davon profitieren dann wirklich alle.