Die Bahnschleife nützt niemandem. Werner Müllner über den Bau der Bahnschleife und Autobahn.

Von Nina Sorger. Erstellt am 31. Januar 2018 (04:49)

Eine neue Bürgerinitiative hat sich gegen die Bahnschleife Wulkaprodersdorf formiert. Anfang Februar will diese die B50 blockieren, auf die B16 umleiten und so den geplanten Kreisverkehr simulieren. Schadstoffbelastung, Verkehrslärm, Grundversiegelung werden als Gründe für das Nein zur Bahnschleife angeführt.

Neben der Debatte zur Bahnschleife steht in der Region ein weiteres Straßenprojekt an: Der Bau der Verlängerung der Autobahn von Eisenstadt nach Sopron. Beide Projekte wird man in der Region wohl nicht verhindern können. Mit der Bahnschleife bringt man eine Baustelle in die Region, die es bis jetzt nicht gab.

Die Autos, die von Eisenstadt Richtung Ungarn und umgekehrt fahren, sind jetzt schon da. Wenn 2021 die Autobahn auf ungarischer Seite bis Sopron fertig gebaut ist, werden die Autos nach der Grenze nicht umdrehen, sondern durch die Dörfer nach Eisenstadt tuckern.

Eine hochrangige Straße könnte die in geregelte Bahnen lenken. Die Bahnschleife hingegen bringt so gut wie nichts. Vielleicht zehn Minuten weniger Fahrzeit, aber auch nur, wenn in Niederösterreich große Umbauten passieren.