Die drei roten Fragezeichen. Über die Rücktritte in der SPÖ-Eisenstadt.

Von Markus Kaiser. Erstellt am 11. März 2020 (05:10)

Wenn die komplette Führungsspitze einer Stadtpartei aus „persönlichen Gründen“ zurücktritt, kann man hundertprozente Freiwilligkeit dahinter ausschließen.Intern ist zu hören, dass Lisa Vogl, Renée Wisak und Trixi Wagner sich Ärger wegen der Unterstützung „falscher“ Personen im Landtagswahlkampf zugezogen hätten. (Bezirksgeschäftsführer Richard Frank dementiert, siehe rechts.)

Das sind freilich Spekulationen, fix ist der schwierige Stand, den die SPÖ in Eisenstadt hat. Und, dass die Stadt-SPÖ sich neu erfinden muss. Vogl hatte stadtpolitisch eher den Konsens als Konflikt gesucht. Das fanden manche löblich, andere aber profillos.

Fix ist auch der neue Kurs, der wesentlich angriffiger gegenüber Thomas Steiner sein wird.

Und fix sind die Themen, die die SPÖ versuchen wird zu besetzen (allen voran: Verkehr).

Was neben den Rücktrittsgründen auch nicht fix ist, sondern im Gegenteil, eher das große Fragezeichen, ist die Personalfrage.

Drei Namen werden gemunkelt, die bis zum Parteitag im September das Ruder übernehmen sollen: Ramin Pecnik, Klaus Mracek und Gerald Gebhardt.