Die Feuerwehr und die Schnitzel. Werner Müllner über die tolle Leistung der Freiwilligen.

Von Nina Sorger. Erstellt am 25. Januar 2017 (05:32)

Es war der größte Einsatz der Feuerwehr und anderer Hilfsorganisationen in der Region seit langer Zeit. An die 600 Einsatzkräfte mühten sich tagelang ab, einen Lagerhallenbrand in Wimpassing nicht zur Katastrophe werden zu lassen. Bei Minusgraden standen die Männer und Frauen freiwillig in der Kälte, zum Wärmen zogen sie sich nach Stunden in die Einsatzfahrzeuge und Container zurück.

Geplant hatten all diese Freiwilligen das Wochenende anders. Wahrscheinlich waren sie die Nacht zuvor auf einem Feuerwehrball, wo sie feierten. Am Tag darauf — wahrscheinlich beim Sonntagsschnitzel — gingen die Sirenen los. Vorbei war's mit der Sonntagruhe. Und genau wegen diesem sprichwörtlichen „Schnitzel“ standen die Feuerwehren im Vorjahr im Mittelpunkt vieler Gespräche.

Etliche Feuerwehren wurden angezeigt, weil sie bei Festen, bei denen sie für Einsätze wie diesen, Geld sammelten, „illegal“ Schnitzel servierten oder die erlaubte Stundenzahl überschritten. Hoffentlich tragen Einsätze, wie dieser, dazu bei, dass bei den Feuerwehren der Dank für die Einsätze und nicht Paragrafen-Diskussionen m Mittelpunkt stehen.