Die Grenzen des Wachstums. Über Stadt- und See-Entwicklung.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 16. Juli 2020 (05:33)

Wir sind das nicht gewöhnt als Burgenländer, was derzeit vor allem rund ums Nordburgenland passiert. Die mächtigen Wiener oder Budapester sind früher ja nur hier hergekommen, um Krieg zu führen oder sich Steuern abzuholen. Dass sie auf einmal Geld dalassen wollen, ist neu.

Seien es die 75 Millionen, die eine sich ironischerweise „Nonprofit“ nennende AG in Fertörakos investieren wollte:

Oder seien es die vielen Millionen, die Wohnbaugesellschaften, deren Beiwort „gemeinnützig“ ebenfalls immer ironischer klingt, rund um Eisenstadt investieren.

Das klingt oft verlockend, aber mit dem ungezügelten Zuzug kommen auch die Kosten. Die kann man in Euro messen, wenn man Kindergärten aus- und Kanäle neu bauen muss. Oder in immateriellen Werten, wenn Natur dem Beton weicht, oder pannonische Baukultur den Neo-Plattenbauten.

Die Neuevaluierung der Eisenstädter Stadtentwicklung und das Aus für den Mega-Bau in Fertörakos sind genau die Nachdenkpausen, die es jetzt braucht.

Wir Burgenländer waren historisch immer besser beraten, uns gegenseitig im Kleinen aber Feinen zu helfen, anstatt groß(kopfert)e Projekte zu übernehmen.

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