Die Größe der Kleinen

Über unser Boot mit Corona-Schlagseite.

Erstellt am 30. April 2020 | 03:04
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Es war ein schönes Bild, in eigentlich eher unschönen Zeiten: Die Gemeinderäte standen nach der Sitzung zwischen eCube und Skatepark in der Abendsonne zusammen und tratschten. Normalerweise sind nach Sitzungen immer gleich alle weg. Diesmal merkte man aber, dass das Gegenüber nicht einfach ein politischer Mitbewerber war, sondern ein anderer Eisenstädter, mit dem (und dessen Viren) man im gleichen krisengeplagten Boot sitzt.

Das Boot hat Schlagseite bekommen, 40-prozentige Einnahmen-Ausfälle drohen.

Dass die SPÖ Geld vom türkisen Bund und die ÖVP vom roten Land fordert, dreht das angeschlagene Boot im Kreis, ohne es von der Schlagseite zu befreien.

Und währenddessen stellt sich der (deutsche) Großkonzern AUA frech um 767 Millionen an. Und zwar ohne Staatsanteile, die die AUA-Mutter Lufthansa der Bundesrepublik geboten hatte.

Die Wirtschaft und unsere Demokratie lebt paradoxerweise zum Großteil von den Kleinen: Den KMUs und Gemeinden. Um sie sollten sich Bund und Länder zuerst kümmern – und das ohne Rücksicht auf Parteibuchfarbe.