Die Natur der Direktdemokratie. Über Bauprojekte in Eisenstadt, Leithaprodersdorf, und Oggau.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 28. Januar 2021 (03:45)

Es ist ein trauriger Ausdruck unserer Zeit, dass wir die Bedeutsamkeit der Dinge in Euros messen. Dabei sind eigentlich die Dinge, die wir nicht in Geld messen, die wirklich wichtigen. Die Großeltern umarmen, Freunde treffen, musizieren, Fußball spielen. Schade, dass es erst eine Pandemie braucht, damit uns das klar wird.

Ein anderer nicht in Euro messbarer Wert ist die Natur. Mit der ist unser kleines Land groß beschenkt worden. So groß scheinbar, dass wir oft den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen können. Über unseren Berichten über den Siedlungsbau in Eisenstadt und Oggau steht daher die Frage: Wie viel Natur darf der Wirtschaft geopfert werden? Die Leithaprodersdorfer Antwort ist klar: Umgewidmet wird nur für Leithaprodersdorfer Familien, Profitmacherei ist damit ausgeschlossen.

Die Situation der Lokalpolitik ist aber keine leichte: Niemand will einen guten Deal für die Gemeinde ausschlagen.

Wieso in solchen Fragen also nicht einmal das Volk befragen – wie in vielen europäischen Ländern üblich? Die Natur gehört immerhin uns allen.