Die Netze müssen sich weiter bauschen. Über den Status quo der Spielefeste im burgenländischen Kinderfußball.

Von Martin Ivansich. Erstellt am 26. September 2020 (02:36)

Seit knapp einem Monat sollen sogenannte Spielefeste die gewohnte Turnierform in den Altersklassen U6 und U7 im burgenländischen Kinderfußball ersetzen.

Das Herzstück dieses neuen Angebots für die Jüngsten soll die Verringerung der Anzahl (von Fünf gegen Fünf auf Drei gegen Drei sowie Zwei gegen Zwei) auf mehreren kleineren Spielfeldern bilden. Abgerundet soll das Programm von Geschicklichkeitsübungen abseits des bloßen Fußballgedankens werden.

Klingt nachvollziehbar und logisch. Weniger Spieler und engerer Raum ergeben mehr Ballkontakte pro Kind und im Umkehrschluss eine schnelle und bessere Entwicklung.

Andererseits stoßen viele Klubs bei der Umsetzung der Fußballfeste an Grenzen. Mehr Spielfelder bedeuten erhöhten Personal- und Materialaufwand bei (oft) gleichzeitiger Verringerung der Einnahmen, da sich etliche mit der Idee noch nicht anfreunden können und den Spielen fernbleiben. Die eine oder andere Stellschraube am an sich vernünftigen Konzept zu verändern wäre deshalb kein Fehler. Denn von der „Fest-Idee“ ist man ein Stück weit entfernt.

Da passt es ins Bild, dass teilweise auf Stangen- oder Hütchentore gespielt wird. Wo doch auch bei den Kleinsten ein wesentlicher Reiz des Fußballs das Bauschen des Netzes bei einem Torerfolg ist. Der darf nie verloren gehen.