Die Rückkehr des Handwerks. Über die Lehre der Alltagshelden.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 04. Juni 2020 (02:46)

Keine Serie aus den Neunziger und 2000er-Jahren kam ohne schicke Großstadt-Büros mit aufgetakelten Menschen drin aus. Was für krasser Unterschied zu den „echten“ Menschen aus unserer „Alltagshelden“-Serie. Die kommt nicht ohne Helden aus, die sich im Krankenhaus, im Geschäft auf der Baustelle oder am Feld die Hände schmutzig machen.

Sei es das Vater-Tochter-Duo bei der Rettung, oder als Hebamme im Eisenstädter Krankenhaus oder als Mitarbeiter im Donnerskirchener Billa: In der Krise zeigt sich, wer für das Funktionieren der Burgenländischen Gesellschaft wirklich unerlässlich ist.

Die Corona-Maßnahmen sind gerade einmal zweieinhalb Monate alt, dennoch haben sie unser Denken schon stark verändert: Wir kaufen wieder Lebensmittel vom Bauern nebenan und Waren vom Händler ums Eck.

Nicht auszuschließen, dass die Krise auch die Sicht unserer Kinder auf die Berufswelt ändert.

Eine Welt, in der Jugendliche als Berufswunsch nicht mehr „Gamer“, „Youtuber“, oder „Influencer“, sondern wieder „Bauer“ oder „Handwerker“ angeben, ist sicher keine schlechtere.