Die Wähler sind zu überzeugen. Nina Sorger über Herausforderungen für die neue SPÖ-Chefin in Eisenstadt.

Von Nina Sorger. Erstellt am 23. Januar 2019 (04:55)

Die Eisenstädter SPÖ steckt in der Krise. Nach dem Mandatsverlust bei der letzten Gemeinderatswahl und dem Rückzug von Günter Kovacs in Richtung Bundesrat wurde die 28-jährige Lisa Vogl „von den Parteigremien“ als Nachfolgerin auserkoren. Stadträtin Renée Wisak – neben Günter Kovacs bisher Wortführerin der Stadt-SPÖ und jene Mandatarin mit den meisten Vorzugsstimmen – hatte keinen Platz mehr im neuen Team und trat zurück. All dies spielte wohl mit beim Stadtparteitag, bei dem nur 64,9 Prozent der anwesenden Parteimitglieder Lisa Vogl zur Stadtparteivorsitzenden wählten. Die einen sollen ihr den Umgang mit Wisak übel genommen haben, andere beklagen, dass Vogl die „Parteibasis“ nicht kenne, oder zweifeln daran, dass eine junge Frau mit kaum politischer Erfahrung – außer dem Spitzenplatz auf der Bezirksliste zur Nationalratswahl – die Partei aus der Krise führen kann. Lisa Vogl wird alle Hände voll zu tun haben, um in der eigenen Partei und im Gemeinderat ihr Profil zu schärfen und ihre Mitglieder zu gewinnen. Gelingt ihr das, gelingt es ihr auch, die Wähler zu überzeugen.