Rust am See

Erstellt am 30. Januar 2019, 04:57

von Nina Sorger

Diskussion statt Eskalation. Nina Sorger über den Baugrunddisput in der Storchenstadt.

In den idyllischen Ruster Weinbergen rumort es. Der Bürgermeister plant hinter dem Sozialzentrum – mitten in den Weingärten – ein Baugebiet. Die Winzer, die rundherum ihre Weingärten bewirtschaften, haben nun mit Einsprüchen, Unterschriften und sogar einer Kundgebung dagegen mobil gemacht. Sie befürchten durch den „Spinnenfinger“ Bauland, das dann rund 400 Meter über die gewachsene Bebauungsgrenze hinausragen würde, eine Zersiedelung der Stadt, aber auch eine Entwertung ihrer eigenen Anbauflächen. Als Alternative verweisen sie auf den „Greinerspitz“, ein Areal gegenüber dem fraglichen Gebiet und innerhalb der gewachsenen Grenze gelegen. Her entsteht allerdings ein Dilemma: Bereits vor Jahren versuchte die Gemeinde am Greinerspitz Grundstücke zu kaufen, um Bauplätze zu schaffen. Dies scheiterte allerdings „an Grundbesitzern“, sagt die Gemeinde – „am Preis“ ist von Winzern zu hören. Damit hier eine Lösung gefunden werden kann, ist es wichtig, auf beiden Seiten die Emotionen nicht eskalieren zu lassen, sondern die Problematik gemeinsam zu diskutieren.