Ein Advent ohne Angst und Kälte. Über das schönste Geschenk zu Weihnachten.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 13. November 2019 (04:57)

Dem Heilige Martin verdanken wir mehr als nur unser Martini-Gansl. Wenn man seine Taten in eine moderne Sprache übersetzt, schätzt man sie erst so richtig: Eine Fachkraft aus der oberen Mittelschicht gibt 50 Prozent seines Status-Symboles einem „Sandler“. Der schaut krank aus, hat sicher keine Arbeit, aber vielleicht ein paar Kinder zu versorgen.

Diese Faktoren nannte die Caritas-Pressekonferenz in Eisenstadt als Hauptgründe für Armut im Burgenland. Armut bedeutet heute nicht mehr, wie zu Martins Zeiten, zu verhungern, sondern vom sozialen Leben ausgeschlossen zu sein. Das klingt abstrakt, bedeutet konkret aber, dass viele Menschen Angst vor Weihnachten haben: Sie können weder ihre Wohnung heizen noch ihre Kinder beschenken.

Ihnen zu helfen, kostet nicht annähernd so viel wie Martins Mantel. Denn jeder von uns kann einen kleinen Teil dazu beitragen, dass es für alle burgenländischen Familien ein angst- und kältefreies Weihnachten wird. Mit diesem Wissen schmeckt auch das Martini-Gansl erst so richtig.

Und anlässlich des Wahlkampfes sei gesagt: Martin wurde vom Volk erwählt. Überzeugt hatten seine Taten, nicht seine Worte.

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