Ein gatschiger Warnschuss

Erstellt am 26. Mai 2022 | 05:16
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Die im Schlamm steckengebliebene Fähre ist ein Aufruf, endlich zu handeln.

Spätestens seit am Wochenende eine Radfähre bei Breitenbrunn im Schlamm stecken geblieben ist, sollten wir der unschönen Wahrheit ins Auge blicken: Das wird nicht „von alleine“ wieder – zumindest nicht in den nächsten Jahren, die die Klimaforschung sehr genau prognostizieren kann.

Es wird heißer, damit verdampft noch mehr Seewasser, was der mit Abstand gewichtigste Grund für den sinkenden Wasserspiegel ist. Dazu kommt der Regen, eine wichtige Quelle für das Neusiedlersee-Wasser, der vermehrt in Starkregenfällen kommen wird. Diese kann unser (ohnehin immer stärker für Großbauprojekte versiegelte) Boden schlecht aufnehmen.

Aber gerade dieses Starkregenmanagement könnte für die nächsten Jahre ein dritter Weg zwischen Austrocknenlassen und Donauwasserzufluss sein. Mit Regen- statt mit Grund- oder gar Trinkwasser zu bewässern – das sollte uns unser See wert sein.