Ein Hotel mehr oder weniger. Nina Sorger über die durchwachsene Tourismusbilanz.

Von Nina Sorger. Erstellt am 06. Februar 2019 (05:02)

Das Burgenland hat erstmals seit Jahren ein Minus bei den Nächtigungen. Fast alle Tourismusregionen verzeichnen ein Nächtigungsminus. In manchen Gemeinden des Bezirks freut man sich aber auch über Zuwächse. Landessieger beim Nächtigungsplus ist Rust, dem das neue „Hotel am See“ über 11.000 Gäste mehr bescherte. Auch Donnerskirchen spürt nach der Neuübernahme des Hotels „CheckIn“ wieder eine positive Gästeentwicklung. Und in der Landeshauptstadt rühmt man sich, dem „Negativtrend des Landes“ ein Gästeplus entgegenzusetzen.

Tatsächlich sieht man gerade an einem so kleinen Bundesland wie dem Burgenland, wie schnell die Zahlen in die eine oder andere Richtung ausschlagen können: Während in großen Tourismusregionen, wie Tirol oder Salzburg ein Hotel mehr oder weniger nicht auffällt, lässt sich das Landesminus damit erklären lässt, dass ein Beherbergungsbetrieb, wie das Kurhaus Marienkron, wegen Umbaus geschlossen hat. Und umgekehrt spült ein neues Hotel gleich 11.000 Gäste mehr in einen Ort wie Rust. Und dieser Unterschied zählt.