Eine Gefahr für die mögliche Karriere. Über die Folgen, die das Sportverbot im Lockdown mit sich bringen könnte.

Von Dietmar Heger. Erstellt am 20. November 2020 (01:45)

Zum zweiten Mal in diesem Jahr bleiben die Sportstätten komplett geschlossen. Nach langen Diskussionen und großem Einsatz der im Sport federführenden Persönlichkeiten konnte man sich mit der Bundesregierung einigen, dass zumindest Spitzensportler weiter normal aktiv sein können. Für den Breitensport konnte – leider – keine Einigung erzielt werden.

Somit mussten von den Fachverbänden Kriterien geschaffen werden, die den Spitzensport von der Breite trennen. Im Fußball wird etwa in der Akademie Burgenland trainiert und gespielt, die Landes-Ausbildungs-Zentren (LAZ) als Vorstufe bleiben zu. Ähnlich verhält es sich im Tennis. Zu Tenniseinheiten berechtigt sind lediglich Talente, die ab der U11 einem ÖTV-Kader angehören oder national zu den 20 besten Nachwuchsakteuren gehören. Auf der Strecke bleiben jene Kinder, die sich an der Schnittstelle befinden. Wer kann heute schon sagen, dass die aktuelle Nummer 21 nicht die größere Karriere als die Nummer zehn vor sich hat. Ebenfalls unberücksichtigt bleiben angehende Spitzenathleten, die noch jünger sind und damit dem Breitensport zugeordnet werden. Sie alle können Solotrainings absolvieren, werden aber wichtiger gemeinsamer Übungsstunden beraubt. Längst geht es im Sport nur um Nuancen, da kann so ein Zustand angehende große Karrieren gefährden. Auch deshalb wäre es so wichtig, das Verbot zeitlich nicht weiter auszureizen.