Eine Straße ist keine Lösung. Über die Verkehrs- Misere im ganzen Bezirk.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 26. November 2020 (03:45)

Die Breitenbrunner wollen derzeit ein „Schützen 2“ vermeiden – also einen Streit um eine Umfahrungsstraße, die den Ort, Freunde und Familien (ganz zu schweigen von Land und Esterházy) entzweit hatte. Einen ähnlichen Schnitt durch ihre Ortschaft fürchten die Wulkaprodersdorfer, hier weniger sprichwörtlich sondern tatsächlich, durch Eisenbahngeleise.

Unser Bezirk ist in den letzten Jahren enorm gewachsen. Vielerorts sogar stärker, als gesund ist. Denn auch der unkontrollierte Zuzug schafft es, Trennlinien in die Dorfgemeinschaft zu ziehen. Feuerwehrkommandanten, die keine Jung-Florianis mehr bekommen, und Fußballtrainer, deren Ersatzbank immer kleiner wird, wissen, wovon hier die Rede ist.

Dazu kommen die versteckten Kosten durch das unkontrollierte Wachstum. Kindergärten, Kanäle und eben auch Straßen müssen oft teuer neu gebaut werden.

Diese Straßen bringen die Leute dann vielleicht schneller raus aus dem Ort, aber nur zielsicher in die immer größeren Staus in Wien und Eisenstadt hinein. Nicht neue Straßen sind die Lösung, sondern die Klärung der Frage: Wohin wollen wir noch wachsen?