Eiserner Vorhang in den Köpfen. Über die Reste des Eisernen Vorhangs.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 21. August 2019 (04:30)

Wie man vom Wiener Stefansplatz am schnellsten zum Bahnhof kommt ist auch im Burgenland Allgemeinbildung. Die meisten Nordburgenländer wissen oft sogar, wo man in Wiener Neustadt am besten parkt, um zum nächstgelegenen Einkaufzentrum zu kommen.

Aber ganz ehrlich: Waren Sie schon mal in Sopron im Bergbau-Museum? Immerhin war Sopron jahrhundertelang unsere Hauptstadt. Das Museum zeigt die harte Arbeit vieler unserer Urahnen.

Der Eiserne Vorhang, dessen Fall vor 30 Jahren wir diese Woche feiern, war nicht nur ein (sehr langes) Stück Metall. Es ist ein kultureller und emotionaler Graben, den Weltmächte durch die Puzta gezogen haben und der leider heute noch besteht (auch in Ungarn, siehe auch unseren Bericht dazu hier ).

Die pannonische Tiefebene lud immer schon zum Reisen ein. Keine Berge versperren die Sicht.

Probieren Sie es dieses Wochenende doch einmal aus: Anstatt in Kinos und Konsumtempel in den Speckgürtel zu pilgern, spazieren Sie doch einmal durch Sopron. Die Innenstadt ist wunderschön, das Essen fantastisch, jeder spricht Deutsch oder Englisch. So komfortabel fallen die Grenzen eher selten.