Erwartungen und Trotzreaktionen

Martin Plattensteiner über das Abstiegs- und Aufstiegsszenario in der 2. Liga Nord.

Martin Plattensteiner
Martin Plattensteiner Erstellt am 07. Juni 2017 | 02:33
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Die Papierform legt es klar offen – Siegendorf wird, sofern man am Samstag, 17 Uhr, gegen Tadten nicht kollektiv versagt, den Aufstieg in die BVZ Burgenlandliga fixieren. Das ist aber nur deswegen möglich, da Andau vor zwei Wochen schriftlich beim BFV bekanntgab, sogar im Meisterfall nicht aufsteigen zu wollen.

Fünf Legionäre wären genug, um in der fünfthöchsten Leistungsstufe mithalten zu können. Zu wenig aber, um eine Liga höher bestehen zu können. Den Andauer Spielern und ihrem Coach wurde diese Entscheidung zunächst vorenthalten. Als Coach Christoph Tischler und seine verschworene Bande davon erfuhren, reagierten sie trotzig. Das Team will sich, egal was es zählt, Meister nennen dürfen. Sehr zum Leidwesen der abstiegsbedrohten Apetloner, die sich im Derby ein Geschenk in Form eines Dreipunkters erwartet hatten.

Doch in Andau wusste man diesmal nichts von Freundschaftshilfe, sogar die heimischen Fans quittierten den 3:0-Erfolg mit Häme. Das Positive an der Sache – nun entscheidet zwischen Apetlon und Sankt Georgen wirklich nur die sportliche Leistung.

Die Leistung des Wochenendes gehört auch hervorgehoben. Siegendorf deklassierte Wallern mit 8:0. Wer so dominant auftritt, hat sich den Aufstieg verdient. Somit ist Siegendorf schon ein Jahr früher am Ziel als geplant – nach 34 Jahren Landesliga-Absenz.