Frust wird in CO² gemessen. Über den Leidensweg nach Wien.

Von Markus Wagentristl. Erstellt am 06. November 2019 (02:49)

Noch immer pendeln rund 60.000 Burgenländer, um zu arbeiten ins Wiener Umland aus. Wegen der geografischen Nähe sind besonders viele auch aus dem Bezirk Eisenstadt-Umgebung.

Man wird hier schwer jemanden finden, der nicht schon mindestens einmal im morgendlichen Stau auf der Tangente, dem Gürtel der Wienzeile, oder am Knoten Guntramsdorf gestanden ist.

Ebenso kennt jeder Pendler das Gefühl, im Zug zu sitzen, sich den Stau in Meidling anzuschauen und zu denken: „Gut, dass ich da jetzt nicht drin steh!“.

Kaum jemand will unbedingt mit dem Auto pendeln. Aber so lange der Zug hin und retour 23,60 Euro kostet und eine Stunde mit Umsteigen braucht, werden sich Pendler weiter mit dem Auto durch den Stau kämpfen.

Der Zug müsste also entweder billiger werden (was möglich ist, steuerlich ko-finanziert ist er ja), oder schneller.

Letzteres mag auf den ersten Blick viel kosten, spart aber auf lange Sicht Geld für (ungewollte) Autobahnausbauten. Und es schont die Umwelt und die Nerven der Pendler. Ein guter Deal also.