Gehen geht eigentlich eh

Über die Zu-Fuß-Geh-Kampagne der Landeshauptstadt.

Erstellt am 08. Juli 2021 | 03:52

Man muss sich nur einmal überwinden – am besten zu den Stoßzeiten – dann hat man die Vorteile des Zu-Fuß-Gehens im wahrsten Sinne des Wortes vor Augen.

Keine andere Stadt in Österreich verdoppelt sich werktags, das schafft nur Eisenstadt. Die Infrastruktur schafft die Stoßzeiten natürlich nicht leicht. Dass man 15 bis 30 Minuten vor Kreisverkehren und den wieder mehr werdenden Ampeln steht, ist nicht ungewöhnlich, die Eisenstädter und Pendler haben sich dran gewöhnt.

Aber gerade im Detail der Gewöhnung steckt der Teufel: In 30 Minuten ist man die Stadt eigentlich abgegangen. Vom Domplatz braucht man weder auf die Gloriette, noch in die Ortsteile, noch zu den Fachmarktzentren länger als 30 Minuten. In 45 schaffen es sportliche Geher sogar zum Bahnhof nach Müllendorf.
Natürlich braucht man manchmal das Auto auch in der Stadt. Etwa, wenn man etwas transportieren muss.

Aber gerade in den Stoßzeiten ist der Faktor Zeit nicht entscheidend, das hat die „Geht doch!“-Kampagne gezeigt, die Eisenstädter BVZ-Mitarbeiter haben es selbst ausprobiert.
Was fehlt sind begrünte Strecken, Wasserspender, Bankerl. Dann kommt auch die Motivation.